Eher zäh gestaltete sich die Zeugenvernehmung am zweiten Verhandlungstag gegen drei Männer aus Neustadt und Sonneberg, denen versuchter Totschlag vorgeworfen wird (NP vom 16. April). Wirkliche tief greifende Erkenntnisse des mutmaßlichen Tathergangs konnten nicht unbedingt gewonnen werden. So war der Tenor der sechs am Vormittag vernommenen Personen, dass man „zwar was mitbekommen“ habe, aber konkret gesehen, dass die Angeklagten auf das 43-jährige Opfer eingeschlagen und getreten hätten, konnte keiner von ihnen bestätigen. Ein 27-jähriger Zeuge etwa berichtete, dass viele Leute vor Ort erzählt hätten, dass der Geschädigte den Angeklagten Henry H. mit einer Schaufel angriffen habe. Selbst gesehen habe er allerdings nichts. Nach seinen Worten ging er nur zum Ort des Geschehens, weil er gebeten wurde, den Angeklagten H. zu beruhigen.
Prozess am Landgericht Coburg Sechs Zeugen und kein Licht im Dunkel
Martin Rebhan 24.04.2024 - 18:00 Uhr