Sie kann kaum sprechen. Nur wenige Worte sind hörbar. Die übrigen gehen im Weinen unter. Es ist ein sehr emotionaler Augenblick am Landgericht Bamberg. Eine Mutter sitzt im Zeugenstand. Knapp zwei Meter entfernt ihr eigener Sohn. Auf der Anklagebank, gefesselt und bewacht von zwei Polizisten. Vor ihm die Zweite Strafkammer als Schwurgericht. Es geht immerhin um versuchten Totschlag. „Ich bin nicht in der Lage auszusagen“. Was sie als nahe Angehörige auch nicht müsste. Aber sie ist einverstanden damit, dass ihre Aussage bei der Kriminalpolizei Schweinfurt verlesen wird. Um ihrem Sohn zu helfen. So erfährt man aus erster Hand, was sich im März dieses Jahres in einer Wohnung in Haßfurt ihrer Schilderung nach abgespielt hat: