Seit 2007 führten die beiden ihren übereinstimmenden Angaben zufolge eine „On-Off-Beziehung“, 2014 verlobten sie sich vorübergehend, seit 2015 streiten sie vor dem Familiengericht um das Aufenthaltsbestimmungsrecht für die gemeinsamen Kinder. „Unsere Beziehung war immer turbulent“, sagt die 31-Jährige und spricht von einer „sehr toxischen“ Verbindung. Der Fußballstar sagt, die Ex-Freundin wolle sich mit der Anzeige bessere Chancen vor dem Familiengericht beschaffen - ein Vorwurf, den die Frau zurückweist.
Zurück zu den Ereignissen im Urlaub: Am nächsten Tag hätten die beiden sich schon wieder versöhnt, sagt Boateng. „Wir hatten uns ausgesprochen, vertragen, die Kinder waren glücklich, haben getanzt.“ Seine damalige Freundin sei „bester Laune“ gewesen. Auf Videos, die vor Gericht gezeigt werden, ist zu sehen, wie sie ausgelassen an einem Lagerfeuer am Strand tanzt. Sie sagt, sie sei dabei sehr betrunken gewesen, habe sich nichts anmerken lassen wollen.
Ursprünglich hatte das Gericht nur einen Tag für den Prozess gegen Boateng angesetzt. Allerdings zog sich die Verhandlung am Donnerstag hin. Ob und wann das Urteil fallen sollte, war zunächst unklar.
Die Luxus-Pavillons, die Boateng und seine Reisegruppe bewohnten, hatten ein ganz besonderes Extra, wie der Fußballer schildert: Es gab einen Butler. Der habe in jener Nacht auch die Scherben des Windlichts und der Gläser zusammengekehrt. „Ich habe dann gesagt - auf Englisch: Sorry for the mess“, sagt Boateng: Entschuldigen Sie das Chaos.