Es waren ganz andere Töne diesmal. Keine Kampfansagen, keine Forderungen, keine Schuldzuweisungen. Stattdessen: tiefe Reue und Entschuldigungen. Der Kampf um die Hoheit über die Kulmbacher Kommunbräu ist in der Realität eineinhalb Jahre vorbei. Längst ist das beliebte Wirtshaus wieder auf Kurs. Doch die Rechtsstreitigkeiten laufen noch. Allerdings gab es am Montag in einem Strafverfahren vor dem Kulmbacher Amtsgericht eine bemerkenswerte Kehrtwende: Ex-Wirtin Foteini Batzaka und ihr damaliger Lebensgefährte haben – entgegen all ihrer vorherigen öffentlichen Aussagen – vor Amtsrichter Stefan Käsbohrer ein umfassendes Geständnis abgelegt. Es ging um Unterschlagung, Sachbeschädigung, Beleidigung und verbotene Aufzeichnungen eines Gesprächs mit der Polizei. Und einer, der gar nicht da war, spielte dabei eine Hauptrolle: der Münchner Rechtsanwalt, der die ehemalige Kommunbräu-Wirtin bislang vertreten hatte und von dem inzwischen offenbar auch die frühere Mandantin überzeugt ist, dass erst dieser Jurist die vernichtende Schärfe in die Auseinandersetzung um den Pachtvertrag gebracht habe.
Prozess um Kommunbräu Reue statt Kampf: Ex-Wirtin legt Geständnis ab
Melitta Burger 04.08.2026 - 11:25 Uhr