Auch die Angst im Vergleich zu anderen etwas zu verpassen - also "FOMO" - sei bei Kindern und Jugendlichen stärker als bei Erwachsenen, sagt Rasimus. "Bei Kindern und Jugendlichen ist das präfrontale Kontrollzentrum noch nicht so ausgebaut. Dafür sind das Belohnungssystem und die soziale Sensibilität gegenüber anderen überaktiv." Der Gruppendruck wirkt also stärker.
Wie kann man sich und seine Kinder vor unüberlegten Käufen schützen?
Vorbereitung ist bei der Schnäppchen-Jagd alles. Gangl empfiehlt, sich vorher genau zu überlegen, was man braucht und sich zu informieren, zu welchen Preisen das Produkt üblicherweise erhältlich ist. Außerdem warnt sie davor, in Gruppen mit anderen shoppen zu gehen. "In der Gruppe gibt man eher mehr Geld aus. Oft kauft man wegen der Gruppendynamik etwas, das man eigentlich nicht wollte." Das gleiche gelte, wenn man hungrig einkaufen gehe.
Eltern sollten außerdem zusammen mit ihren Kindern üben, wie man vernünftige Kaufentscheidungen trifft, sagt sie. "Für Weihnachten könnte man zum Beispiel gemeinsam überlegen, wem man etwas schenken möchte, wo man danach suchen und wie man die Preise vergleichen könnte." Nützlich sei es auch, gemeinsam eine Einkaufsliste zu erstellen.