"Wir alle wissen, was er in seiner Karriere erreicht hat. Und wenn wir die Liste der deutschen Sieger bei der Tour de France verlängern können, wäre das schön", sagte Max Kanter vor der Etappe.
Kanter hatte sich bislang durch seinen zweiten und vierten Platz bei den vorangegangenen Etappen in starker Form präsentiert. Der Profi gehört seit 2024 zu dem Team um den früheren Ex-Profi Alexander Winokurow aus Kasachstan.
Zwischensprint: Pedersen und Kanter geraten aneinander
Im Rennen um den Zwischensprint mischte sich Kanter auch ein - und hatte sogar eine kurze Berührung mit dem aktuell punktbesten Profi Mads Pedersen, der sich über die Positionierung des Cottbusers aufregte. Der selbstbewusste Kanter kam als Fünfter vor dem Sechsten Pedersen über die Linie des Zwischensprints.
Schon wieder bestimmte drückende Hitze die Etappe. Drei Ausreißer trotzten den Bedingungen und legten los. Doch die Flucht wurde nicht so schnell gestoppt, wie erwartet.
Am Ende forderte der Belgier Liam Slock die Sprinter-Riege heraus, als er bei noch zehn ausstehenden Kilometern etwas mehr als eine Minute Vorsprung hatte. Dennoch wurde der mutige Versuch wenige Kilometer vor dem Ziel beendet. Und alles war für den Massensprint angerichtet.
Kräftezehrende Etappe im Zentralmassiv am Sonntag
Die neunte Etappe, dem letzten Tag vor dem Ruhetag, wird wegen der Hitzewelle in Frankreich verkürzt. Für das Département Corrèze, durch das gefahren werden soll, sei die Hitze-Alarmstufe Rot ausgerufen worden, teilten die Tour-Veranstalter mit. Deswegen werde das Teilstück von den ursprünglich geplanten 185,5 Kilometern durch das Zentralmassiv auf 155,5 Kilometer verkürzt.
Das ist ein Novum in der langen Geschichte der Rundfahrt. Etappen wurden schon verkürzt, nun passiert es zum ersten Mal wegen hoher Temperaturen. Auf dem Weg durch das Zentralmassiv dürften sich die Klassikerspezialisten die größten Chancen ausrechnen.