Es fällt nicht schwer, das Reformpaket der Regierungskoalition kleinzureden. Die dazu passenden Aussagen der Interessensverbände und Experten standen schon vorher fest: „Nicht der große Wurf“, heißt es da, oder: „Trippelschritte“, oder „Mogelpackung“. Wer das so sieht, findet dafür auch gute Gründe. Die Steuerentlastungen beispielsweise liegen deutlich unter den 500 Euro für kleine und mittlere Einkommen, die von der SPD-Co-Vorsitzenden und Arbeitsministerin Bärbel Bas in den Raum gestellt worden waren. Auch sah sich das Bündnis nicht in der Lage, die Regeln zum Acht-Stunden-Tag zu lockern, obwohl dies bereits im Koalitionsvertrag vereinbart worden war.