Wie sich Burnham gegenüber den USA unter Donald Trump positionieren wird, bleibt ebenfalls abzuwarten. Die Politik des Schmeichelns und Umgarnens, die Starmer zunächst vermeintlich erfolgreich eingesetzt hatte, scheiterte letztlich spektakulär. Trump verhöhnte Starmer sogar, indem er dessen Rücktritt schon tags zuvor per Social Media prognostizierte.
Ergibt sich für den neuen Premier ein Legitimationsproblem?
Die erwartete Kür ohne Mitbewerber hätte Experten zufolge nicht nur Vorteile. Neutrale Beobachter wie der Politikwissenschaftler Anand Menon vom King's College in London meldeten Bedenken an, ob Burnham ohne zumindest einen Ideenwettbewerb innerhalb der Labour-Partei erfolgreich sein kann.
Die Nachfolgerin oder der Nachfolger Starmers wird bereits die siebte Person auf dem Posten des Premiers innerhalb der vergangenen zehn Jahre sein. Laut Starmer soll die Nominierungsphase für den Vorsitz der Labour-Partei am 9. Juli beginnen und bis zur Sommerpause des Parlaments am 16. Juli abgeschlossen sein. Der gesamte Prozess soll bis zum Ende der Sommerpause am 1. September abgeschlossen sein.