Regiomed Verdi ruft zu Demo in der Innenstadt auf

Mitte Mai hatte Verdi erstmals zu einer Kundgebung im Vorfeld einer Sondersitzung von Stadtrat und Kreistag aufgerufen. Etwa 50 Regiomed-Mitarbeiter waren dem Aufruf gefolgt. Zuletzt hatte die Gewerkschaft weitere Aktionen angekündigt. Foto: Michael von Aichberger

"Für Tarifbindung und kommunale Trägerschaft des Klinikums Coburg“ wollen die Gewerkschafter am Samstag in Coburg auf die Straße gehen.

 
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Eine Kundgebung mit Demozug durch die Innenstadt kündigt Verdi für den kommenden Samstag, 1. Juni, um 12 Uhr an. Start ist am Albertsplatz.

"Die aktuelle Situation zwingt uns, jetzt zu handeln", heißt es in dem Aufruf, den Gewerkschaftssekretär Moritz Faude am Mittwoch an die Medien verschickte. Darin bittet Verdi um zahlreiche Unterstützer für die Veranstaltung. "Die Tarifbindung des Klinikums Coburg und die kommunale Trägerschaft muss erhalten bleiben – dafür kämpfen wir!!!", heißt es weiter. Es gehe um die Zukunft und den "Erhalt einer guten Patientenversorgung in Coburg Stadt und Land". Denn die Gewerkschafter sind sich sicher: "Eine gute Patientenversorgung geht nur kommunal."

Regiomed-Mitarbeiter haben nach Aufrufen von Verdi bereits Mitte Mai vor einer Sondersitzung von Stadtrat und Kreistag sowie kürzlich vor dem Coburger Klinikum demonstriert. Zuletzt taten sie ihre Verärgerung über die Entscheidung des Krankenhausverbands kund. Er hat beschlossen, sein Angebot, die Kliniken Coburg und Neustadt zu übernehmen, aufrecht zu erhalten und weiter zu verhandeln. Laut Verdi drücken sich die kommunalen Vertreter damit „um eine klare Entscheidung“. Was bringen uns Lippenbekenntnisse von Landrat und Mandatsträgern, wenn im Anschluss die Verantwortung einfach an den Gläubigerausschuss weitergereicht wird“, sagt Betriebsrat Tarik Birinci. „Ein Beschluss wie: ‚Wir vermieten unser Klinikum nicht an private Klinikbetreiber‘ würde das Bieterverfahren sofort beenden und der kommunalen Verantwortung gerecht werden.“ Aktuell läuft eine Unterschriftensammlung. Verdi hat noch weitere Aktionen angekündigt.

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