Basketball-Bundesliga
Brose Bamberg finisht als Zweiter
Brose Bamberg – Eisbären Bremerhaven
Bamberg – Headcoach Andrea Trinchieri hatte gegen den Widersacher von der Waterkant im Hinblick auf die Playoffs seinen Führungsspielern Fabien Causeur und Janis Strelnieks Schonung auferlegt und das ging beinahe ins Auge.

Anfangs sah es anders aus. Obwohl der Stratege Nikos Zisis bereits nach zwei Minuten mit einer Knöchelverletzung in die Kabine gebracht werden musste, lag Freak City mit 7:0 und 10:2 scheinbar souverän in Front. Mitte des ersten Viertels kippte die Partie beim Stand von 17:16. Die Domstädter waren in der Defensive von allen guten Geistern verlassen und sahen sich nach zehn Minuten mit 20:27 im Hintertreffen. Zwischenzeitlich arbeiteten sie sich etwas heran, verloren dann jedoch wieder den Faden. Mit 42:51 ging es in die zweite Halbzeit.

An Ende des dritten Viertel stellte Freak City trotz zahlreicher Mängel die Schlagdistanz zum 64:67 wieder her. Im Schlussabschnitt wechselte die Führung mehrmals. Als Daniel Theis nach 37 Minuten aufgrund seines fünften Fouls vom Parkett musste, spitzte sich die Lage bedrohlich zu und die Partie entwickelte sich zum Krimi. Auf Ivan Elliotts Einschlag zum 83:84 hatte Leon Radosevic 16 Sekunden vor der Schlusssirene mit zwei verwandelten Freiwürfen zum 85:84-Zittersieg die richtige Antwort parat.

„Unsere Vorgabe lautete diesmal unseren jungen Guards viel Spielzeit zu geben, was auch in den Playoffs nötig sein dürfte. In der ersten Halbzeit waren wir zu nachlässig und standen unseren Gegenspielern nicht nah genug auf den Füßen“, bekannte Brose-Geschäftsführer Rolf Beyer. Danach gelang, die Kreise der bis dahin äußerst effektiven gegnerischen Top-Scorer Quincy Diggs und Jordan Hulls einzuengen.

Weil der FC Bayern München ebenfalls am Samstagabend beim Vierten Medi Bayreuth wegen einer sensationellen Aufholjagd der Wagnerstädter mit 72:74 den Kürzeren zog, stand Freak City schon vor der abschließenden Partie am 1. Mai als Tabellenzweiter im Abschlussklassement fest. Brose Bamberg genießt in der Viertelfinalserie „Best of Five“, die am Samstag, 6. Mai beginnt, zuerst Heimrecht. Gleiches wäre im Falle eines Weiterkommens im Halbfinale der Fall.

Brose Bamberg: Miller (16/2 Dreier), Nikolic (16/2), Lo (10/2), Radosevic (10), McNeal (10), Theis (10), Heckmann (8/1), Melli (5), Kratzer, Zisis, Staiger, Olinde.

Eisbären Bremerhaven: Diggs (20/2), Hulls (14/4), Kamp (13/1), Anderson (10/2), Elliott (9/1), Wendt (6/1), Austin (6), Bleck (2), Brembley (2), Breitlauch (2), Aleksandrov.