Der Mord führte zur internationalen Isolierung des kurz MBS genannten faktischen Herrschers Saudi-Arabiens und stürzte die deutsch-saudischen Beziehungen in eine jahrelange Krise. Diese wurde 2022 mit einem Besuch des damaligen Kanzlers Olaf Scholz (SPD) beigelegt, der den Fall Khashoggi allerdings damals noch ansprach.
Rüstungskooperation soll intensiviert werden
Merz will die Kooperation mit Saudi-Arabien nun unter anderem im Rüstungsbereich ausbauen. Die deutschen Exporte dorthin, die wegen der Beteiligung Saudi-Arabiens am Krieg im Jemen zwischenzeitlich gestoppt wurden, sollen wieder weitgehend normalisiert werden.
"Das heißt aber nicht, dass wir jetzt völlig unkontrolliert alle Rüstungsgüter in alle Länder liefern, es bleibt bei einer Einzelfallprüfung", sagte Merz. Aber mit "zuverlässigen Kooperationspartnern" wie Saudi-Arabien und Katar könne die Rüstungskooperation auch vertieft werden. "Das ist im gegenseitigen Interesse. Denn wir wollen dafür sorgen, dass die Welt sicherer wird. Und die wird nur sicherer, wenn wir uns auch verteidigen." Das autoritär geführte Königreich hat aktuell unter anderem Interesse am Militärtransportflugzeug A400M.