Was ein Grenzgänger ist, was Sehnsucht bedeutet, Orte besuchen zu wollen, die man nicht erreichen kann, das wusste Gunnar Strunz schon früh. „Wenn man, wie ich, in den 1960er- und 1970er-Jahren im Hofer Raum aufwächst, dann spielte ‚die Grenze‘ immer eine Rolle.“ Feilitzsch, sein Heimatort, liegt im Landkreis Hof, der Eiserne Vorhang war nur wenige Fahrradminuten entfernt. Ein unverrückbares Hindernis. „Es gab Orte, die konnte man sehen, es gab Orte, von denen wurde gesprochen, weil da ein Verwandter herstammte – und doch gab es keine Chance, diese Orte zu erreichen“, erinnert er sich.
Reisen im vereinten Europa Gunnar Strunz, der Grenzgänger
Kerstin Dolde 01.08.2025 - 12:00 Uhr