Restaurierung Das Herz auf dem rechten Fleck

Bei der Segnung des restaurierten Flur-Wegkreuzes zwischen Reitsch und Glosberg (von links): Pater Helmut Haagen, Altbürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, Robert Baehr und Bürgermeisterin Angela Hofmann. Foto: /Karl-Heinz Hofmann

Im vergangenen Herbst ist das Flurkreuz zwischen Reitsch und Glosberg beschädigt worden. Jetzt freut man sich über die Restaurierung.

Glosberg - Das Flurkreuz zwischen Reitsch und Glosberg ist wieder restauriert. Ein bisher unbekannter Täter hatte im vergangenen Herbst das Herzstück des Kreuzes gewaltsam entfernt und gestohlen. Es ist bis heute nicht mehr aufgetaucht.

Nun konnte nach einer Neuherstellung des Herz Jesu mit Goldrahmen und dessen Installation in der Mitte des Kreuzes die Segnung erfolgen. Die Initiative dazu kam, wie schon bei einer großen Restaurierung im Jahr 2013, von Robert Baehr aus Glosberg.

Altbürgermeister Wolfgang Beiergrößlein und Robert Baehr blickten bei der Segnung auf den damaligen Einsatz einiger ehrenamtlich engagierter Bürger aus Glosberg zurück. „Mit Eigeninitiative, gepaart mit Idealismus und Tatendrang, kann man sehr viel für das Gemeinwohl bewirken“, betonten sie. Ein Beispiel dafür sei die damalige Restaurierung und Wiederaufstellung des „Fünf-Wunden-Kreuzes“ zwischen Glosberg und Reitsch. War es damals der Zahn der Zeit, der das Kreuz restaurierungsbedürftig machte, so musste man dieses Mal wegen eines Vandalismus-Falls tätig werden.

Das Fünf-Wunden-Kreuz stammt wohl aus dem Jahre 1859. Es stellt symbolisch, in Kreuzform angeordnet, die fünf Wunden Jesu Christi an Händen, Füßen und Herz dar.

Sakrileg im Herbst

Bei der Segnung dieses sakralen Schmuckstücks erinnerte Pater Helmut Haagen an das Sakrileg im vergangenen Herbst, bei dem ein Unbekannter ein Herz mit goldenen Strahlen aus der Mitte des Kruzifixes stahl. „Wollen wir dem Ganzen etwas Positives entnehmen, so denken wir, der Vandale war ein Verehrer des Herz Jesu und hält dieses gestohlene Herz möglicherweise in Ehren“, sagte Haagen.

Für Christen in frühchristlicher Zeit sei das Kreuz eher ein Schandmal gewesen, so der Pater. Damals habe ein Fisch als Zeichen der Christen gegolten. Später erst sei die Kreuzverehrung hinzugekommen, sagte Helmut Haagen, der anschließend die Segnung vornahm.

Bürgermeisterin Angela Hofmann bezeichnete Kapellen und Kreuze am Wegesrand als Ausdruck gelebter Volksfrömmigkeit. Dieses Kreuz an markanter Stelle lade Wanderer, Pilger und Wallfahrer zu Rast und Gebet ein, woraus man Kraft, Mut und Hoffnung schöpfen könne. Es sei ein Schmuckstück in der Flur am Wegesrand, genau auf der Grenze zwischen der Stadt Kronach und der Gemeinde Stockheim mit Blick in das Haßlachtal.

Im Namen der Stadt Kronach dankte Bürgermeisterin Angela Hofmann allen, die an der Restaurierung dieses Kreuzes mitwirkten, darunter auch der Bildhauer Manfred Fössel und dem Initiator der Maßnahme, Robert Baehr aus Glosberg, sowie dessen Ehefrau Marianne Baehr, die sich seit Jahrzehnten liebevoll um den Blumenschmuck am Kreuz kümmere.

„Der Robert Baehr ist ein Macher und hat viel für seinen Heimatort Glosberg getan“, lobte auch der Altbürgermeister Wolfgang Beiergrößlein.

 

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