Richtungsentscheidung in Bad Rodach Heldritt erhält eine neue Kita

Vor Ort erläuterten Bürgermeister Tobias Ehrlicher (links) und „Bauherr“ Jürgen Beninga, BRK-Kreisgeschäftsführer, die Umsetzung des Projektes. Foto: Rebhan

Die BRK-Einrichtung wird für 62 Kinder Platz haben. Zwölf davon sind für die Allerjüngsten reserviert.

Bad Rodach - Eine richtungsweisende Entscheidung hat der Ausschuss für Bau, Umwelt und Digitalisierung der Stadt Bad Rodach in seiner jüngsten Sitzung getroffen: Einstimmig wurde dem Antrag des Coburger Roten Kreuzes stattgegeben, der damit nun in Heldritt eine neue, dreigruppige Kindertagesstätte bauen kann. Die Einrichtung soll neben der ehemaligen Schule parallel zur Kreisstraße CO 4 am nordöstlichen Ortsrand von Heldritt entstehen.

Der BRK-Kreisgeschäftsführer, Jürgen Beninga, erläuterte dem Gremium vor Ort, dass in Heldritt 50 Plätze im Bereich der sogenannten „Regelkinder“ und zwölf Krippenplätze entstehen sollen. Mit diesem Konzept wolle man der erhöhten Nachfrage nach Krippenplätzen gerecht werden. Auf Nachfrage, warum nicht mehr Krippenplätze zur Verfügung gestellt werden, erläuterte der Kreisgeschäftsführer, dass es jederzeit möglich sei, altersgemischte Gruppen zu gestalten. „Wir können flexibel auf die Anforderungen reagieren“, betonte Beninga. Auch machte er deutlich, dass eine Sanierung des bisherigen Gebäudes aus wirtschaftlichen und brandschutztechnischen Gründen keine denkbare Variante darstellt.

Jürgen Beninga versäumte es nicht, sich bei der Stadt, die das Projekt mit einem Baukostenzuschuss unterstützt, für die sehr gute Zusammenarbeit zu bedanken. Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) sprach von einer guten städtebaulichen Maßnahme, die einen Mehrwert für den Bad Rodacher Stadtteil darstellt. Der Rohbau, der in Holzständerbauweise entstehen soll, könnte nach Vorstellungen der Verantwortlichen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Die Ratsmitglieder warfen bei dem Vor-Ort-Termin auch einen Blick auf das Gebäude der ehemaligen Schule.

Keinen Hehl machte Bürgermeister Ehrlicher daraus, dass sich die Stadt gern davon trennen möchte. Nicht nur für ihn sei das in die Jahre gekommene Haus „ein Klotz am Bein“. Kämmerer Fischer erinnerte daran, dass es Wunsch des Stadtrates war, Gebäude abzustoßen, die keine kommunale Aufgabe erfüllen. „Das Haus muss weg“, meinte Fischer kurz und knapp. Tobias Ehrlicher will nun mit den bisherigen Nutzern ausführliche Gespräche führen, um nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.

 

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