Rittergut im Jugendstil Denkmalpreis geht nach Meeder

Greta und Oliver Großmann haben das ehemalige Rittergut in Meeder als Wohnhaus saniert. Dafür zeichnet der Bezirk Oberfranken sie jetzt aus.

Das Paar hat das ehemalige Rittergut im Jugendstil als Wohnhaus saniert und dabei die historische Ausstattung soweit wie möglich erhalten. Foto: Bezirk Oberfranken

Der Bezirk Oberfranken hat im Rahmen eines feierlichen Ehrungsabends auf Schloss Thurnau neun Denkmalpreise aus dem Jahr 2025 offiziell verliehen. Unzählige Stunden Arbeit und viel Herzblut der Eigentümer stecken in den Projekten, die ausgezeichnet wurden.

Nach der Werbung weiterlesen

Im Coburger Landkreis geht der Preis an Greta und Oliver Großmann aus Meeder. Das ehemalige Rittergut im Jugendstil, erbaut 1905-10 vom Architekten August Berger, stand Jahrzehnte leer. Die beiden haben das Anwesen als Wohnhaus instandgesetzt und dabei die historische Ausstattung soweit wie möglich erhalten. Selbst die Fenster mit den Rollläden aus Holz konnten überarbeitet werden.

Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro

Bezirkstagspräsident Henry Schramm würdigte in seiner Begrüßung die ausgezeichneten Preisträger und hob deren Engagement hervor: „Sie haben verantwortungsvoll gehandelt und für sich beschlossen, dass es einen Wert hat, sich um diese Denkmäler zu kümmern. Sie haben sich entschieden, die teils maroden Gebäude nicht einfach abzureißen oder gleich auf der grünen Wiese neu zu bauen. Stattdessen haben Sie einfühlsam die gebaute Geschichte bewahrt, sie mit neuem Leben gefüllt und damit einen wichtigen Beitrag für unsere oberfränkische Heimat geleistet.“

Bezirksheimatpfleger Günter Dippold, Bezirkstagsvizepräsident und Landrat von Kulmbach Klaus Peter Söllner, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, Oliver Großmann, Bezirksrat und Landrat von Coburg Sebastian Straubel, weiterer Bezirkstagsvizepräsident und Landrat von Bamberg Johann Kalb, der Bürgermeister von Meeder Bernd Höfer, Regierungsvizepräsident Thomas Engel. Foto: Sabine Heid

Mit viel Leidenschaft, Kreativität und persönlichem Einsatz hätten sie dazu beigetragen, das kulturelle und denkmalpflegerische Erbe der Region zu bewahren.

Mit der Auszeichnung und dem Preisgeld von jeweils 5.000 Euro wolle der Bezirk Oberfranken dieses Engagement anerkennen und zugleich andere ermutigen, historische Bausubstanz zu bewahren.