Kronach - Er windet sich, er weint und winselt. Mit aller körperlicher, geistiger und emotionaler Kraft kämpft er gegen das Unvermeidliche an – gegen den Tod. Da hilft auch dem Jedermann, dem weit und breit reichsten Menschen, kein Geld. Seine Freunde verweigern ihm, der um Gottes Willen nur die letzten Schritte des Weges nicht alleine gehen mag, das Geleit. Seine guten Werke liegen wie eine dahinsiechende Alte auf dem Leichenkarren – oder ist es etwa seine Mutter? Im Hinübergleiten in die Anderwelt verschwimmen die Figuren – aber der Blick nach Innen ist hoch konzentriert. Im Angesicht des Todes und konfrontiert mit seinem Lebenswerk beginnt der Jedermann peu à peu zu begreifen, worauf es eigentlich angekommen wäre.