Rosenberg Festspiele Tolles Theater trotz Turbulenzen

red
Die Rosenberg Festspiele 2022 in Kronach sind Geschichte. Das Bild zeigt eine Szene aus Friedrich Schillers „Maria Stuart“. Foto: Frank Wunderatsch

Die Rosenberg Festspiele hatten heuer mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Am Ende war man aber doch sehr zufrieden.

Am Sonntag sind die Rosenberg Festspiele 2022 mit einer Aufführung der Maria Stuart zu Ende gegangen. Insgesamt gab es heuer 33 Aufführungen. 12 300 Besucher verfolgten, wie ein modernes Aschenputtel über die Bühne wirbelte, sich zwei starke Frauenfiguren in Friedrich Schillers Klassiker bekämpften und ehrgeizige Medienvertreter vermeintlichen Tagebüchern von Adolf Hitler in der Komödie „Schtonk!“ hinterherjagten. Mit Lust und Leidenschaft spielte sich das neunköpfige Profi-Ensemble auf neuer Bühne in die Herzen der Zuschauer und ließ diese – ein Novum bei den Festspielen – auch Teil des Theatergeschehens werden, indem sie per Wahl entscheiden durften, wer der beiden Darstellerinnen die Maria Stuart spielen und letztlich den Bühnentod erleiden soll.

Maria Stuart bei Nacht

Zahlreiche Schulaufführungen und eine Abendvorstellung des Kinderstücks gehörten ebenso zum diesjährigen Programm wie eine Nachtvorstellung der Maria Stuart.

Allerdings hatten die Rosenberg Festspiele wie viele andere Theater auch in diesem Jahr mit so mancher Turbulenz zu kämpfen. So mussten mehrere Aufführungen krankheitsbedingt ersatzlos gestrichen werden und weitere konnten nur mit terminlichen Verschiebungen, Umbesetzungen sowie Ersatzschauspielern gestemmt werden. Für die Bewältigung dieser logistischen Herausforderung unter enormem Zeitdruck – sei es das Einstudieren von Rollen sprichwörtlich über Nacht, das Zusammenspiel mit den neuen Kolleginnen und Kollegen, aber auch die kurzfristige Abwicklung von Kartenumbuchungen und Kartenrückgaben – bedankte sich Bürgermeisterin Angela Hofmann herzlich bei allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne. Eine herausragende Teamleistung, so Hofmann, habe es ermöglicht, dass die Festspiele trotz dieser Hürden viele Zuschauer begeistern konnten.

Vorbereitungen auf die Adventszeit

1400 Tickets mussten der geschilderten Umstände halber storniert werden. Dazu gehörten auch mehr als 200 Tickets, die eine Grundschule aus der Umgebung nicht einlösen konnte, da sich aufgrund von Personalmangel oberfrankenweit kein Busunternehmen für die Fahrt nach Kronach organisieren ließ. All diese Umstände, da sind sich die beiden Hauptverantwortlichen, Geschäftsführerin Kerstin Löw und künstlerische Leiterin Anja Dechant-Sundby, einig, werden die Theaterarbeit auch in nächster Zeit begleiten. Im Moment seien sie dabei, ein Weihnachtsstück für die Adventszeit vorzubereiten und natürlich alle Weichen für das Programm der Rosenberg Festspiele 2023 zu stellen.

 

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