Digitale Uraufführung "Ruotnkernge Fousanocht" im Wohnzimmer

Wer wollte, konnte es sich im Wohnzimmer so richtig gemütlich machen, um einen stimmungsvollen Abend mit der Ruotnkernge Fousanocht „Voll diggidol“ zu erleben. Auf dem Bildschirm sind Steffi Dressel und Tina Baumstark bei ihrem Sketch als Malergesellen Elsbeth und Alois zu sehen. Foto:  

Die Ruotnkernge Fousanocht kam diesmal direkt ins heimische Wohnzimmer. 3500 Narren aus ganz Deutschland verfolgten so das Feuerwerk der guten Laune.

Rothenkirchen - Die Ruotnkernge Fousanocht feierte „Voll diggidol“ das Faschingswochenende und landete damit einen Volltreffer. „Wir sind glücklich und stolz. Dies haben wir innerhalb von drei Wochen auf die Beine gestellt“, klopften sich die Elferräte, digital versteht sich, auf die Schultern.

Denn nach der virtuellen Zusammenfassung vom „Best-of der vergangenen zehn Jahre von Büttenabenden“ folgte die Manöverkritik in Videokonferenz durch die Elferräte, die sich noch lange bis nach Mitternacht hinzog.

Gerade die Faschingsfamilie der aktiven „Fousanochter“ war überglücklich – wurden doch insgesamt über 3500 Besucher aus ganz Deutschland registriert. Denn auch aus beruflichen Gründen weit weg wohnende Faschingsfans meldeten sich in ihrer alten Heimat und freuten sich über den Faschingsbeitrag im Netz.

Die digitale Uraufführung wurde vom 350 Kilometer entfernten Elferratskollegen Holger Huber aus Vilsbiburg gesteuert. Unterstützt wurde er vom Team in Rothenkirchen, geleitet vom Hauptorganisator Leander Bach und Ehrenpräsident Christian „Opa“ Haderlein. Ab 20 Uhr lief ein Feuerwerk von großen Büttenreden und Tänzen über den Bildschirm.

Nach Begrüßung durch Sitzungspräsident Kai Baumstark folgten Grußworte von Bürgermeister und langjährigen Elferratskollegen Stefan Heinlein, der seine Büttenansprache von seinem Zweitwohnsitz aus hielt, dem Arbeitszimmer im Rathaus, sowie Landrat Klaus Löffler, der voll des Lobes für die alternativen Angebote der Ruotnkernge Fousanocht in dieser Pandemiezeit war.

Doch damit noch nicht genug der Prominenz: Überrascht war das Publikum, als plötzlich ein Grußwort vom fränkischen Kabarettisten und Musiker Michl Müller an die Ruotn-kernge Fousanochter gerichtet wurde. Sogleich folgte ein weiterer Hochkaräter der fränkischen Fastnacht mit dem Kabarettisten, Musiker und Autor Klaus Karl Kraus. Und auch der Präsident des Fastnacht-Verbandes Franken, Marco Anderlik, fand lobende Worte für die „diggidole“ Fastnacht der Ruotnkernge Fousanocht. Schließlich gab sich auch noch Kabarettist und Schauspieler Norbert Neugirg, bekannt als „Feierwehr“-Kommandant der Altneihauser Feierwehrkapell´n, die Ehre.

Der Tanz „dahamm“

Dann aber gab es keinen Halt mehr in den Wohnzimmern der Frankenwald-Faschingshochburg in Rothenkirchen. Nach Highlight-Auftritten aus vergangenen Zeiten mit der Kindertanzgarde folgten die Malergesellen Elsbeth und Alois alias Steffi Dressel und Tina Baumstark. Die „Tanzgruppe der 70er-Jahre“ forderte zum Tanz „dahamm“ auf.

Zur aktuellen Lage der Nation warteten Ehrenpräsident Christian „Opa“ Haderlein und Umzugsorganisator Florian Jungkunz mit einer Büttenrede auf. Es war Zeit für eine Schunkelrunde zu Bildern aus vergangenen Jahren. Der Gardetanz der Jugendgarde und „Ein Flug mit RokiAir“ hielten die Zuschauer vor den Bildschirmen sicher nicht mehr auf den Stühlen. Die „Drei Frankenwäldler“ brachten für viele Zuschauer schöne Erinnerungen aus alter Zeit. Es folgte der Gardetanz der Elferratsgarde. Kurzweilig waren die Büttenstücke von Annika Kestel alias „Miss Faschingskrapfen“ und Pater Helmut Haagen. Der stimmungsvolle „diggidole“ Abend klang aus mit dem Männerballett „Männer, Tiere, Sensationen“. Dazwischen meldete sich die Haus- und Hofband „Rainbows“, um nicht nur, wie schon in den vergangenen 30 Jahren, aufzuspielen, sondern vor allem „aufzuspülen“.

Gegen 23 Uhr verabschiedete sich dann Moderator und Sitzungspräsident Kai Baumstark und leitete zur Tanzeröffnung mit Live-Musikwünschen über.

Bürgermeister Stefan Heinlein zeigte sich noch am Rosenmontag begeistert ob der großartigen Resonanz und dankte den Initiatoren für ihr Engagement.

 

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