Rothenkirchen Zur Trauung ins Naturbad

Karl-Heinz Hofmann

Der Pressiger Gemeinderat segnet die Pläne der Verwaltung ab. Diese sehen zudem vor, dass das Standesamt der Gemeinde eigenständig bleibt.

Bürgermeister Stefan Heinlein (rechts) und Hauptamtsleiter Thomas Frashek freuen sich über die erfolgte Genehmigung der Standesamtsaufsicht. Trauungen werden künftig auch im Naturerlebnisbad Rothenkirchen möglich sein. Foto: Karl-Heinz Hofmann

Der Markt Pressig hält an seinem Standesamt fest. Es ist derzeit mit drei Beamten besetzt, erklärte Hauptverwaltungsleiter Thomas Frashek in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Neben den klassischen Aufgabenfeldern wie der Beurkundung von Eheschließungen, Geburten und Sterbefällen sei der Anteil an Fällen mit Auslandsbezug in Pressig überdurchschnittlich hoch, so Frashek. Aufgrund dessen befürwortete der Marktgemeinderat den Verbleib des Standesamtes in Pressig und votierte gegen eine Verlagerung. Bürgermeister Stefan Heinlein (CSU) dankte dem Gremium für das einstimmige Bekenntnis.

Nach der Werbung weiterlesen

Er teilte zudem mit, dass künftig Trauungen auch im Naturerlebnisbad in Rothenkirchen ermöglicht werden sollen. Zur Umsetzungsphase erklärte Thomas Frashek, dass nach der Badesaison 2023 eine Plattform in der Nähe des Kiosks gebaut und mit einem Sonnenschutz ausgestattet wird. Im nächsten Sommer sollen sich dann Paare im idyllischen Ambiente des Naturerlebnisbads ihr Jawort geben können.

Keine Holzaltbestände mehr

Ein weiteres Thema der Sitzung war der Wald. Forstamtsrat Armin Hanke vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach ist seit 13 Jahren für die Bewirtschaftung des Pressiger Walds zuständig. Der von ihm vorgestellte Jahresbetriebsplan sieht für das Jahr 2023 Ausgaben in Höhe von rund 50 000 Euro und Einnahmen in Höhe von etwa 135 000 Euro vor. Wie in den Vorjahren stelle die Holzernte die wesentliche Einnahmequelle dar. Die Auswirkungen der Borkenkäferkatastrophe seien katastrophal: „Mittlerweile sind die Holzaltbestände aufgebraucht.“

Pressigs Geschäftsleiter Antonio Sauchella informierte über die Badesaison 2022 am Naturerlebnisbad Rothenkirchen. Der Betriebskostenzuschuss belief sich demnach auf 9000 Euro. Das Bad wurde von 15 000 Gästen genutzt. „Die Besucherzahl war aufgrund des außerordentlich guten Badewetters wesentlich besser als im Vorjahr“, so Sauchella. Die Einnahmen aus dem angrenzenden Zeltplatz belaufen sich auf 7516 Euro.

Empfang für Ehrenamtliche

Im Namen der CSU-Fraktion stellte Christian Haderlein einen Antrag auf Einführung eines Ehrenamtsempfangs durch den Markt Pressig. Dieser soll der Stärkung des Ehrenamts, aber auch der Würdigung der vielfältigen Leistungen der Ehrenamtlichen im Gemeindegebiet dienen. 2. Bürgermeister Wolfgang Förtsch (SPD) begrüßte den Antrag, zumal er schon lange mit der Gemeinde in Verbindung wegen der Einführung einer Ehrenamtsehrung stehe.

Thomas Günter (Bürgergemeinschaf(f)t) monierte das Aussehen einer Pkw-Parkfläche im Bereich des Bahnhofes. Diese befinde sich in Privateigentum, biete aber ein sehr schlechtes Bild im Bereich des viel frequentierten Verkehrsknotenpunktes. Hasan Dag (SPD) schlug vor, sich mit einem Sicherheitskonzept für Radfahrer innerhalb der Ortsdurchfahrt zu befassen.

Konzept für erneuerbare Energien

Heiko Kopp (Bürgerschaf(f)t) wies darauf hin, dass es höchste Zeit sei, sich mit einem Konzept zu erneuerbaren Energien zu befassen. Der Bürgermeister informierte, dass dies bereits seit über einem Jahr der Fall sei. Allerdings wolle man nicht auf jedes scheinbar lukrative Geschäft aufspringen und arbeite auch mit der Gemeinde Stockheim zusammen, um im Haßlachtal ein vernünftiges Gesamtkonzept zu erarbeiten.

Zum Umbau der Außengruppe des Kindergartens St. Franziskus wurde das Gewerk für den Innenputz an das wirtschaftlich günstigste Angebot an die Firma Götz, Mitwitz, zum Preis von 35 820 Euro vergeben.