GRUNDLAGE DER ZAHLEN:
Eindringlich forderte BAGW-Geschäftsführerin Werena Rosenke eine offizielle Wohnungslosenstatistik. Die vorgelegten Zahlen beruhen auf einer Erhebung aus Nordrhein-Westfalen, die vom dortigen Sozialministerium jährlich vorgelegt wird. Der Verein rechnet die NRW-Daten unter anderem aufgrund der Gemeindegröße auf Gesamtdeutschland hoch. Andere Daten kommen hinzu, etwa aus Beratungsstellen und Hilfsdiensten, die in einem Dokumentationssystem zur Wohnungslosigkeit gesammelt werden.
Über Jahre hatte die BAGW Schätzungen nach einer anderen Systematik vorgenommen, die sie nun als veraltet verworfen hat. Die geschätzten Zahlen für 2016 lagen noch weit höher - doch distanzierte sich die BAGW nun davon. Unter Hinweis auf Entwicklungen in einzelnen Bundesländern sagte Rosenke dennoch, man müsse von einem Anstieg der Wohnungslosigkeit ausgehen - wenn auch von niedrigerem Niveau, als zuvor angenommen.