Gies und Daehre verweisen auf das "Magdeburger Modell", eine SPD-geführte Minderheitsregierung von 1994 bis 2002 in Sachsen-Anhalt, die sich von "der alten SED" tolerieren ließ. Diese Zeit sei verheerend gewesen, heißt es in dem Brief an Schulze. Währenddessen sei das Land bundesweit zum Träger der "roten Laterne" geworden.
Am Gängelband radikaler Parteien?
Die beiden früheren CDU-Landeschefs warnen vor einer Neuauflage. "Wieder wird das Land in seiner Entwicklung Schaden nehmen." Die CDU könne ihre Ziele "nicht am Gängelband der sich ständig radikalisieren Parteien des rechten und linken Spektrums" erreichen.
Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern ist dagegen offen für eine Zusammenarbeit mit der CDU. "Es gibt zu uns keine Alternative, wenn man rechte Mehrheiten in Sachsen-Anhalt verhindern will", sagte sie. Von Angern betont zwar, dass beide Parteien nicht zueinander gehörten. "Bei Migration und Sozialstaat sind wir weit auseinander. Wir arbeiten aber, wo möglich, vertrauensvoll zusammen."