Scerox Redwitz Führend in der Medizintechnik

Sabine Raithel

Die Scerox GmbH bietet hochpräzise Erodierverfahren an. Jetzt will sich das Redwitzer Unternehmen internationaler aufstellen.

Scerox setzt konsequent auf modernste Technik - grundlegend für die hochpräzise Herstellung von Implantaten oder chirurgischen Instrumenten. Foto: Scerox /pm

Die Herstellung von mechanischen Baugruppen für die Medizintechnik wie Computertomografen und Beatmungsgeräte oder auch für die Produktion von Implantaten oder medizinisch-chirurgischen Instrumenten stellt höchste Ansprüche an Materialkompetenz, Präzision, Passgenauigkeit und Qualität. Die Scerox Erodiertechnik GmbH in Redwitz an der Rodach hat sich auf die Herstellung dieser anspruchsvollen Bauteile spezialisiert und sich damit einen festen Platz in einem Nischenmarkt erobert – und das bereits seit 20 Jahren, teilt das Unternehmen mit.

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Die Produkte aus Oberfranken seien auch international gefragt. Bereits heute betrage der Auslandsanteil bei Scerox um die 25 Prozent. Die Märkte lägen aktuell vor allem im europäischen Bereich. Nun will Geschäftsführer Christian Stumpf sein aufstrebendes Unternehmen noch internationaler aufstellen und auch außereuropäische Märkte erobern. „Ein wichtiger Schritt hierfür war, dass wir uns im Februar dieses Jahres erstmals bei der MD&M West Show in den USA präsentiert haben.“ Sie findet alljährlich im kalifornischen Anaheim statt und gilt als Leitmesse für medizinische Geräte und Equipment. Die Fachmesse zählt mit über 1400 Ausstellern und 20 000 Fachbesuchern zu den größten internationalen Marktplätzen für Design und Fertigung in der Medizintechnik. „Die Resonanz auf unsere Produkte war hervorragend“, resümiert Christian Stumpf. „‚Made in Germany’ ist nach wie vor ein gefragtes Qualitätskriterium.“ Im März wird sich Scerox an der Messe „Medical Technology UK“ im britischen Coventry beteiligen.

Scerox ist Experte für alle Verfahren des Erodierens wie Draht-, Startloch- und Senkerodieren sowie im Bereich Fräsen, Drehen und hochpräzises Messen. Neben dem Schwerpunktbereich Medizintechnik ist der Metallverarbeiter nach eigenen Angaben auch für namhafte Kunden aus der Automobilindustrie sowie für die europäische Luft- und Raumfahrtindustrie tätig. Das Erfolgsrezept: „Präzision, Qualität, Vielseitigkeit und Flexibilität“, so Christian Stumpf. „Wir haben uns im gehobenen Segment eines Nischenmarkts, weit jenseits der Massenfertigung, einen hervorragenden Platz erarbeitet. Wir produzieren medizinischen Fortschritt – und dabei auch kleinste Losgrößen und Prototypen. Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil: Wir sind in der Lage unkompliziert, äußerst schnell, kosteneffizient und plangenau auch komplexe Bauteile zu produzieren.“

Scerox Geschäftsführer Christian Stumpf will sein Unternehmen noch internationaler aufstellen. Der Schwerpunkt liegt im Bereich Medizintechnik. Foto: Scerox

Die Geschäftsentwicklung der Scerox GmbH sei erfreulich, so der Geschäftsführer. Der Umsatz sei im abgelaufenen Geschäftsjahr im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. Rund 17 Millionen Euro hat das Familienunternehmen bisher in Redwitz investiert. Im vergangenen Jahr hat Scerox eine zweite Produktionshalle in Betrieb genommen und damit seine Fertigung mit einem modernen Maschinenpark auf insgesamt 6000 Quadratmeter erweitert.

Die Scerox Erodiertechnik GmbH wurde im Jahr 2003 von Hermann Stumpf und dessen Sohn Christian in Küps gegründet. 2017 verlagerten die Unternehmer den Standort nach Redwitz. Scerox beschäftigt mittlerweile rund 100 Mitarbeitende und ist Ausbildungsbetrieb.