Schlüsselspiel in der HUK-Arena HSC 2000 Coburg empfängt Ludwigshafen

Kreisläufer Stepan Zeman versucht im Heimspiel gegen die Füchse Berlin an den Ball zu kommen. Gegen die Eulen Ludwigshafen wird der Tscheche am Dienstagabend sowohl in Abwehr als auch Angriff wieder besonders gefordert sein. Foto: /Frank Wunderatsch

Nach der verlorenen Partie in Essen steht der HSC 2000 Coburg extrem unter Druck. Gegen die Eulen Ludwigshafen fällt Kapitän Andreas Schröder weiterhin aus.

Coburg - Klar und deutlich fiel sie aus, die Analyse von Coburgs Florian Billek nach dem herben Dämpfer in Essen. 27:29 hieß es am Ende aus HSC-Sicht gegen den direkten Konkurrenten.

Am Dienstag geht es bereits weiter. Dann sind die Eulen Ludwigshafen in Coburg zu Gast – der nächste Klub, der ebenfalls tief im Tabellenkeller der 1. Handball-Bundesliga steckt. „Wir müssen da rankommen“, sagte Billek nach dem Essen-Spiel am Sky-Mikrofon und meinte den kommenden Gegner. Der Aufsteiger aus der Vestestadt bleibt nach der jüngsten Niederlage auf dem letzten Platz (2:24 Punkte). Unmittelbar vor dem HSC stehen die Gäste aus Ludwigshafen (5:23).

Für die Mannschaft um Florian Billek geht es um nichts weniger als den Anschluss an die entscheidenden Ränge im Klassement. Bereits jetzt beträgt der Rückstand auf das rettende Ufer fünf Zähler. Bei einer erneuten Niederlage im nächsten Vier-Punkte-Spiel am Dienstagabend (18 Uhr, HUK-Arena) würde sich die Lage für den Aufsteiger erheblich verschlechtern. Daher kommt dem Spiel aus Coburger Sicht eine besondere Bedeutung zu, der HSC braucht dringend Punkte. „Das müssen und werden wir den Eulen von der 1. Minute an zeigen“, versprach Billek noch am Samstagabend im Gespräch mit Sky-Kommentator Oliver Seidler.

Auch Trainer Alois Mraz macht deutlich, worauf es gegen Ludwigshafen ankommen wird. „Wir müssen cleverer agieren und dem Gegner zeigen, dass wir zu Hause spielen.“ In Essen habe der HSC bereits gut begonnen, es dann aber nicht hinbekommen, dieses Pensum durchzuziehen. „Es ist wichtig, dass wir es schaffen, nach einem guten Start auch dranzubleiben“, erklärt der Tscheche.

Keine Zeit zum Nachdenken

Am Sonntag bereitete Mraz das Spiel mit seinen Profis noch einmal auf, analysierte es in einer Videositzung. Auch der kommende Gegner war Thema. Am Montag stand das Abschlusstraining an. Viel Zeit bleibt dem Aufsteiger also nicht, um sich nach dem Rückschlag beim TuSEM zu schütteln.

In personeller Hinsicht hat sich im Vergleich zum Samstag nichts getan. Weiterhin fehlen werden neben den Langzeitverletzten Jakob Knauer und Dino Mustafic auch Max Preller und Andreas Schröder. Für den in Essen schmerzlich vermissten Kapitän kommt nach seiner Wadenverletzung ein Einsatz zu früh. „Ich gehe davon aus, dass er nicht spielen kann“, sagt Mraz über den Rückraumspieler. Nach dem bitteren Abend beim TuSEM Essen hat der HSC also bereits kurze Zeit später die Chance auf Wiedergutmachung. Nach der jüngsten Pleite verschärft sich die Situation des Aufsteigers aber noch einmal deutlich, nur ein Sieg hilft dem HSC in seiner misslichen Lage. Ist das jetzt der richtige Zeitpunkt, um angesichts dieser Drucksituation am Matchplan etwas zu ändern, mit einer anderen Fokussierung in die Partie zu gehen? Nein, meint Coach Alois Mraz. „Ich weiß nicht, was wir am Spielplan ändern sollten“, sagt er, „wir haben die Chance, den Anschluss wiederherzustellen und genau das wollen wir schaffen.“

Der HSC weiß genau, worum es am Dienstag geht. Unabhängig vom Spielausgang sagte bereits Florian Billek am Samstagabend: „Was ich nicht machen werde und auch nicht empfehlen würde, ist, uns abzuschreiben.“

Das Aufgebot des HSC 2000 Coburg

Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum, Fabian Apfel – Pouya Norouzinezhad, Felix Sproß, Florian Billek, Pontus Zetterman, Tobias Varvne, Paul Schikora, Justin Kurch, Stepan Zeman, Christoph Neuhold, Drasko Nenadic.– Es fehlen: Andreas Schröder, Dino Mustafic, Max Preller, Jakob Knauer.

 

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