Schmölz Ein Schatz vor der Haustür

Sechs Kilometer ist der ökologisch-botanische Lehrpfad Schmölz lang. Foto:  

Seit vielen Jahre kümmert sich der Gartenbauverein Schmölz um den Lehrpfad. Auch er würde sich über eine Wiederbelebung des Weges freuen.

Schmölz - Bürgermeister Bernd Rebhan ist von dem Sinn des Projektes voll überzeugt. „Gerade in diesen Zeiten wird uns klar, welche Schätze wir mit unserer Natur direkt vor der Haustüre haben. Hier sind wir gegenüber den städtischen Bereichen im Vorteil.“ Der Lehrpfad sei „ein Mosaikteil in der Vielfalt unserer Heimat, ein sehr wichtiger Baustein.“ Er zeige den Besuchern, welche Schätze und Besonderheiten die Heimat biete. Dazu gehörten vor allem die geologischen Besonderheiten.

Der Küpser Bürgermeister hat ebenfalls Hoffnungen, die mit dem Projekt verbunden sind. Das betrifft auch die bessere Vernetzung in bestehende Angebote. Mit der Neugestaltung und der inhaltlichen Darstellung der geologischen Besonderheiten der Region solle der Lehrpfad als Wegstrecke in die Wanderwege des Frankenwaldvereines aufgenommen werden, so Bernd Rebhan. „Wir wollen die Stärken unserer Region mit den Partnern Frankenwaldverein und Frankenwaldtourismus stärker hervorheben“, sagt der Rathauschef.

Sehr gespannt auf den neuen Lehrpfad ist indessen auch der Obst- und Gartenbauverein Schmölz. Seine Mitglieder kümmern sich seit vielen Jahren um das Kleinod. Der Verein hat die Aufgabe übernommen, die dortigen Informationstafeln regelmäßig zu kontrollieren, sauber zu halten und Beschädigungen an die Marktgemeinde zu melden, sagt der 2. Vorsitzende Walter Näher.

Der besondere Reiz des Lehrpfades liege darin, dass man, beginnend im historischen Ortskern mit Kirche, Schloss und Biergarten loslaufen oder radfahren könne und mit schöner Aussicht auf das Rodachtal, die fränkische Schweiz und die Hügel des Obermaintals eine abwechslungsreiche und vielfältig strukturierte Gegend vorfinde, mit dörflichen Strukturen, Gärten, Waldrändern, Hecken, Blumen- und Streuobstwiesen.

Grundsätzlich seien die Tafeln des Lehrpfades und auch deren fachlicher Inhalt auch nach über 25 Jahren noch aktuell. „Aber nach so langer Zeit ist es durchaus angebracht, über Änderungen nachzudenken und über die Einbindung in regionale oder überregionale Tourismus-, Erholungs- und auch Naturschutzkonzepte“, meint Näher weiter.

Der Lehrpfad sei bisher leider nur selten das Ziel von auswärtigen Besuchern. Die Wege würden vor allem von den Einheimischen regelmäßig zum kurzen Spaziergang begangen. Die seit vielen Jahren dort stehenden Tafeln und deren Inhalt seien leider nicht der Grund, diese Wege oder Teile davon zu gehen.

„Nach meiner persönlichen Meinung sollte man sich bei einem Neukonzept über die Zielgruppen Gedanken machen. Neben den an solchen Themen interessierten Ehe- und Freundespaaren sollte man auch Familien mit Kindern im Auge haben“, sagt Näher weiter.

Wenn ein „Lehrpfad“ auch einer Familie mit Kindern eine unterhaltsame Zeit in der Landschaft bieten könne, sei es meist kein schlechtes Konzept. Ob dann bei jeder Station auch ein Aktionsbereich sein müsse, sei eine andere, unter anderem auch finanzielle, Frage. Spiel- oder andere Aktionsbereiche erforderten eine wesentlich intensivere Überwachung ihres Zustandes. Dazu gehöre die Verkehrssicherheit oder auch Beseitigung von Abfall. rm

 
 

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