Zuvor hatte sie ihre "Sprintrakete" Drazek in den Arm genommen. Nach ihrem Verletzungspech in Pyeongchang und der verpassten Olympia-Medaille durchlebte Drazek im 325 Kilogramm schweren Bob bange Momente im letzten Lauf. "Ich sehe nichts, ich fühle ja nur, es war brutal. Das war ein Geschepper unten runter", beschrieb sie ihren "Blindflug" und betonte: "Ich kann es irgendwie noch nicht fassen. Ich glaube, ich heule gleich, denn es war meine erste Saison, die ich von Anfang bis Ende durchgemacht habe. Es ist brutal anstrengend, ich bin an meine Reserven angekommen." Zudem kamen Erinnerungen an Olympia hoch, denn "ich wollte alles wieder gutmachen, für mich persönlich auch. Nun sind wir alles geworden in diesem Winter: Deutscher Meister, Europameister, Weltcupsieger, Gesamtweltcupsieger und nun Weltmeister. Es ist perfekt".