Ausgewählt wird das Oberfränkische Wort des Jahres demnach jedes Jahr aus einer großen Anzahl an Vorschlägen, die von der Bevölkerung beim Bezirk Oberfranken eingereicht werden können. „Dabei begegnen uns wirklich tolle Worte, die auch die Jury ab und an überraschen“, so Florian Bermann stellvertretend für die Jury. „Ein Wort, das zum Beispiel bisher keiner von uns kannte, war „Flöhfangelesärbet“. Der Einsender schrieb dazu: „Flöhfangelesärbet ist eine Arbeit, die sinnlos ist, lange dauert, nichts dabei rauskommt und die man aber trotzdem machen muss“. Dieses Wort vereine viele Elemente, die typisch fränkisch seien, erklärt die Sprachwissenschaftlerin Almut König. Ärbet oder Ärwet sei die fränkische Aussprache für die Arbeit, durchaus positiv belegt. Dazu komme die Endung -les, eine typische Endung bei Kinderspielen, wie zum Beispiel bei „Fangeles“. Mit dieser Endung nehme man dem Wort die Schwere und das Belastende.