Schockanruf Frau übergibt Geld und Goldmünzen an Betrüger

red
Symbolbild. Foto: picture alliance / dpa | Jan-Philipp Strobel

Erneut gelang es Betrügern, unter Vorspiegelung einer Unfallsituation, eine größere Geldsumme sowie Goldmünzen von einer 56-Jährigen aus Forchheim zu ergaunern. Die Kriminalpolizei Bamberg ermittelt und bittet um Mithilfe.

Forchheim - Laut Polizeibericht erhielt die Frau am Dienstagnachmittag den Anruf eines Mannes, der sich als Polizeibeamter ausgab. Er behauptete, dass ihre Tochter in einen Verkehrsunfall verwickelt sei, bei dem eine Person ums Leben kam. Weiterhin führte der Anrufer aus, dass sie nur gegen Bezahlung eines Geldbetrages in fünfstelliger Höhe nicht in Haft müsse.

Auf dem Weg zur Bankfiliale hielt der Betrüger ununterbrochen telefonischen Kontakt zur Frau. Nachdem die 56 Jahre alte Frau in der Bank Bargeld abgehoben hatte, übergab sie dieses sowie Goldmünzen in Höhe eines mittleren fünfstelligen Eurobetrages im Bereich des Paradeplatzes an einen ihr unbekannten Mann. 

Der Abholer, der einen Mund-Nasen-Schutz trug, wird wie folgt beschrieben:

  • zirka 35 Jahre alt
  • 180 Zentimeter groß
  • schlank
  • südländisches Aussehen
  • sprach gebrochen deutsch

Zeugen, die im Bereich des Paradeplatzes und in der näheren Umgebung verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Bamberg unter der Tel.-Nr. 0951/9129-491 in Verbindung zu setzen.

Die oberfränkische Polizei gibt folgende wichtige Tipps:

  • Lassen Sie sich von einem Anrufer, der sich als Polizeibeamter oder als Polizeibeamtin ausgibt, den vollständigen Namen, die Telefonnummer und die Dienststelle geben. Legen Sie danach auf und rufen Sie selbst bei der Polizeidienststelle an und lassen Sie sich den Einsatz bestätigen. 
  • Die echte Polizei wird niemals am Telefon nach Ihren finanziellen Verhältnissen fragen oder Geld fordern.
  • Geben Sie keine Auskunft über Ihre familiären oder finanziellen Verhältnisse. 
  • Lassen Sie sich zeitlich und emotional nicht unter Druck setzen. 
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, sich selbst nicht mit Namen melden und Geldforderungen stellen. 
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen mit anderen Familienangehörigen Rücksprache. 
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen – auch nicht, wenn sie angeblich im Auftrag von Verwandten/Bekannten oder Amtspersonen handeln.
  • Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen etwas verdächtig vorkommt – Notruf: 110.
     
 

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