Nach einer langen Zwangspause nehmen die Lesementoren in Coburg und Umgebung ihre Arbeit wieder auf: So wollen sie Kindern helfen.
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Das ist, wonach der Verein mit seiner neuen Schaufensterwerbung vor der Galeria Karstadt/Kaufhof an der Ecke Mohrenstraße/Löwenstraße sucht. In dem einem Fenster stapeln sich Jugend- und Kinderbücher, das andere leuchtet nachts mit einer inspirierenden Illustration von Designstudentin Alba Mojak. Gesucht wird nach aktiven Lesern, die Kinder unterstützen wollen.
Bewerben können sich unendlich viele, versichert Vorstandsmitglied Regina Hüttner, „denn wir können so schon nur die Spitze des Eisberges an notwendigen Lese-Hilfsangeboten abdecken“. Die seit 2006 bestehende Institution hat derzeit 280 ehrenamtliche Mentorinnen und Mentoren, die Schüler an 33 Schulen in Stadt und Landkreis fördern. Oberstes Prinzip dabei ist die Eins-zu-eins-Betreuung, die in Kooperation mit den Schulen funktioniert.
Die Klassenlehrer suchen die Schützlinge aus, die Förderung brauchen und auch wollen, wie Vorsitzende Helga Brachmann erklärt: „Die Mentoren lesen mit den Schülern in ihrer vertrauteren Umgebung. Die Kinder dürfen sich den Lesestoff frei aussuchen, denn es ist egal, was sie lesen. Wichtig ist nur, dass sie Spaß am Lesen haben.“ Eine Aufgabe, die auch viel Dankbarkeit und Zuneigung für diejenigen bietet, die für die jungen Lesemäuse da sind. Für alle Teilnehmenden ist das Programm kostenfrei, sagt Brachmann: „Wir bieten Bücher, Arbeitsmaterialien und Spiele vom Verein an – oder die Kinder bringen selber mit, was sie gerne lesen möchten.“ Nur Schulbücher nehme man lieber keine, witzeln die Vorstandsmitglieder.
Zuletzt hatte das Programm unter Lockdown und Abstand zu den Kindern gelitten. In den vergangenen 14 Monaten fehlte vor allem den Grundschülern das tägliche Lesetraining im Unterricht. Nur zehn Prozent der Mentoren und Kinder konnten die notwendigen Voraussetzungen mitbringen, um digital weiterzumachen. Darum ist die Wiederaufnahme für viele Schülerinnen und Schüler eine wichtige Unterstützung nach Schulschließungen und Distanzunterricht, heißt es vonseiten des Vereins. Die Lesementoren trügen dazu bei, den Kindern und Jugendlichen bei der Bewältigung der Pandemie zu helfen. Eine kontinuierliche Leseförderung sei für viele Kinder der Schlüssel zur Bildung, weil das Lesen die Basis für das Lernen in allen Fächern bilde. An den Schulen jedenfalls sind die Mentoren herzlich willkommen.
Wer sich ehrenamtlich als Lese-Mentor für ein oder mehrere Kinder einsetzen möchte, kann sich im Internet unter www.mentor-lesespass-coburg.de informieren.