Schützenfest Coburg Erste Testfahrten gestartet

60 Schausteller öffnen am Freitag ihre Fahrgeschäfte auf dem Anger. Die Vorfreude ist riesig.

Einen Tag vor der großen Eröffnung am Freitag herrscht auf dem Anger ein reges Treiben. Unzählige Laster, Wohnwagen und Lieferfahrzeuge stehen rund um den Festplatz verteilt, um letzte Waren, Ersatzteile oder Zubehör anzuliefern. Nach zwei Jahren coronabedingter Auszeit ist die Vorfreude auf das zehntägige Coburger Vogelschießen riesig. Immerhin ist es das älteste und größte Volksfest in der Vestestadt. Publikumsverkehr sucht man an diesem Donnerstagnachmittag allerdings vergeblich, denn bis zur Abnahme der Fahrgeschäfte und Buden ist der Platz für die Öffentlichkeit noch nicht freigegeben. „Wenn ich das Chaos rund um unsere Bude so betrachte, kann ich eigentlich kaum glauben, dass alles bis morgen stehen wird“, lacht Thorsten Hochstätt, der gerade dabei ist, die Beleuchtung an seinem Stand zu installieren. „Aber bislang haben wir es immer rechtzeitig zur Eröffnung geschafft.“

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Das einzige Fahrgeschäft, das sich am Donnerstag bereits leicht dreht, ist das Riesenrad. An den übrigen Fahrgeschäften sind die Schausteller mit dem Reinigen der Gondeln, ersten Soundproben oder letzten Handgriffen beschäftigt. „Die anstrengende Vorbereitung ist auch in den letzten beiden Jahren nicht einfacher geworden, aber die Vorfreude auf die Eröffnung überwiegt“, erklärt Schaustellerin Sandra Neumann. Auch das große Festzelt steckt am Donnerstag noch in den Aufbauarbeiten.

Beim Anblick der bereits vollendeten Attraktionen ist es für manchen kleinen Fan des Schützenfestes nur schwer zu verstehen, warum er mit dem Karussellfahren noch warten muss. „Meine beiden Zwillinge haben das große Riesenrad schon im Bus erblickt und wollten sofort auf den Festplatz. Immerhin haben sie von ihrer Großmutter auch jeder zehn Euro bekommen. Ich glaube, sie können es bis jetzt noch nicht ganz verstehen, warum sie bis morgen warten müssen“, erklärt Mia Bayer, die ihre Söhne vom Schulbus abgeholt hat.

Doch die lange Wartezeit hat sich für die Vestestädter gelohnt. „Wir haben in den letzten Wochen und Monaten intensiv daran gearbeitet, ein ansprechendes Programm, viele attraktive Fahrgeschäfte, ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot sowie Attraktionen für Groß und Klein zusammenzustellen“, erklärt Christina Zeitner, 1. Schützenmeisterin der Schützengesellschaft Coburg.

Ab 14 Uhr öffnen insgesamt 60 Schaustellerinnen und Schausteller ihre Attraktionen. Neben dem großen Riesenrad erwarten die Besucher auf dem Anger ein Bungee-Trampolin, ein Autoscooter und eine Riesenschaukel. Für das gastronomische Angebot sorgen laut Schützengesellschaft Coburg verschiedene Anbieter, allen voran Festwirt Bastian Schuhmann. Die „Almhütt’n Bar“ versorgt die zahlreichen Festbesucher mit Getränken. Im großen Festzelt wird bis zum 7. August täglich ein abwechslungsreiches Musikprogramm geboten. Auch der Bierpreis bleibt unter der Zehn-Euro-Marke. Eine Maß soll in diesem Jahr 9,70 Euro kosten. Schnell sein sollten zur Eröffnung auch die jüngsten Besucher des Vogelschießens: Für Kinder gibt es ab 16 Uhr den „Kinderbummelpass“, der Freimarken für Karussells und Süßigkeiten im Wert von 15 Euro umfasst. Der Pass ist vor dem Riesenrad für fünf Euro erhältlich. Allerdings ist die Anzahl auf 250 Stück begrenzt.