Schützengesellschaft Coburg Ein Kämpfer für die Jugend, ein Glücksfall für die Schützen

Martin Gottfried (Mitte) hat eine der höchsten Foto: Wolfgang Desombre

ber ein Jahr schlummerte er im Tresor der Coburger SG. Nun wurde der Jahresteller 2020 an Martin Gottfried vergeben. Und im Vorstand wird es künftig auch Frauenpower geben.

Coburg - Gleich zwei Höhepunkte hat es bei der Hauptversammlung der Schützengesellschaft (SG) Coburg von 1354 gegeben: Martin Gottfried wurde mit dem Jahresteller 2020 ausgezeichnet, und mit der neuen Schriftführerin Christine Zeitner ist erstmals seit Bestehen der SG Coburg eine Frau in den Vorstand gewählt worden.

Er habe die besondere Ehre, mit etwas Verspätung, eine der höchsten Ehrungen der Schützengesellschaft Coburg vorzunehmen, freute sich Oberschützenmeister Stefan Stahl. „Der Jahresteller 2020, der coronabedingt lange Zeit im Tresor schlummerte, wird nun an einen Schützenbruder vergeben, der sich sehr stark für unsere Jugend eingesetzt hat“, so Stahl. Gottfried habe immer um sein Budget gekämpft, was ihm dann auch letztlich immer gerne bewilligt worden sei. „Unsere Jugend ist unsere Zukunft“, sei sein Motto. Die Jugend wüsste, dass sie ihn immer kontaktieren könne, wenn es mal brenne. So sei seine Whatsapp-Gruppe immer aktiv. Martin Gottfried habe auch immer neue Ideen, so Stahl, der ihm dann die Auszeichnung überreichte.

In seinem Bericht als Oberschützenmeister ließ Stefan Stahl bei der Hauptversammlung aber auch noch einmal das fast vergangene Jahr Revue passieren. Beim Sommeranfangsschießen habe man noch den Jenke-Pokal ausgeschossen. „Das Vogelschießen auf dem Anger musste für das Jahr 2021 dann ja leider abgesagt werden“, erinnerte Stahl. Dafür besann man sich auf die eigentlichen Wurzeln des Vogelschießens, wo in früheren Zeiten mit der Armbrust auf einen Holzvogel geschossen wurde. Mit Hilfe und Unterstützung von Dr. Marcus Pilz von den Kunstsammlungen und des Gutachters Ulf Müller habe die SG dann kurzerhand ein Vogelschießen auf der Veste Coburg im Freien organisiert. Der Wettkampf habe großen Anklang gefunden. Daher wurde in der Folge beschlossen, dieses Vogelschießen im Terminkalender festzuschreiben. Die Proklamation des Schützenkönigs Klaus Probst mit seinen Rittern Rainer Reisenweber und Andy Mai habe im Burghof stattgefunden, so Stahl weiter.

Aktiv sei inzwischen auch wieder die 1. Bundesliga. Am 6. und 7. November findet der große Heimwettkampf in der Pestalozziturnhalle statt. „Das wird wieder ein überregionaler Event der Spitzenpaarungen mit Traumserien“, versprach der Oberschützenmeister. Das Weihnachtsschießen finde demnach am 12. Dezember statt und die Weihnachtsfeier am Samstag, 18. Dezember.

Die Schützengesellschaft Coburg habe sich, so Stefan Stahl, natürlich auch Gedanken über ihre Zukunft gemacht. Die Vereine in Lichtenfels und Bad Neustadt hätten es vorgemacht und eine Schießhalle für moderne Disziplinen gebaut. Hier könne sowohl klassisches Sportschießen wie dynamisches Pistolen – und Westernschießen trainiert werden. „Mittel- bis langfristig ist es wahrscheinlich für die Zukunft der SG nicht schlecht, hier ihr Portfolio zu erweitern“, so Stahl Bevor es in konkrete Planungen gehe, müsse sich zuerst aber die ganze Situation rund um Corona wieder stabilisiert haben. Bei den momentanen Materialproblemen sei es unverantwortlich, so ein Projekt anzugehen. Für die Zukunft werde die SG aber die Entwicklung auf sportlicher Ebene beobachten.

 

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