Schwere Verletzung Hubschraubereinsatz in der Kreisklasse

Ein Rettungshubschrauber musste am Sonntag einen verletzten Spieler des TSV Oberlauter in eine Spezialklinik bringen. Foto: IMAGO/onw-images/IMAGO/Jason Tschepljakow

Die Kreisklassenpartie zwischen Oberlauter und Meilschnitz wird abgebrochen. Grund ist die schwere Verletzung eines TSV-Spielers.

Es hätte ein Fußballspiel werden sollen, wie es in Deutschlands Amateurligen jedes Wochenende zig Mal ausgetragen wird. Aber die Partie am Sonntagnachmittag in der Kreisklasse 1 zwischen Tabellenführer TSV Oberlauter und dem Gast vom SV Meilschnitz wird zum Drama. Grund ist die schwere Verletzung eines Oberlauterer Spielers, der sogar den Einsatz eines Rettungshubschraubers erfordert.

Es läuft die 34. Minute, als der TSV-Akteur im Mittelfeld mit einem Gästespieler zusammenstößt. „Es war eigentlich gar kein Zusammenstoß, sondern einfach ein normaler Körperkontakt, den es in jedem Fußballspiel hunderte Male so gibt. Es war kein Foul oder sonst etwas, niemand hatte Schuld“, schildert Udo Bühling am Montagvormittag auf Anfrage unserer Zeitung die Vorkommnisse auf dem Sportplatz. Der 2. Vorsitzende der Oberlauterer beschreibt die Situation als „harmlos. Ich stand etwa 20 Meter davon entfernt und habe es ehrlich gesagt gar nicht so wahrgenommen.“ Allen Beteiligten wird schnell klar, dass etwas Schlimmeres passiert sein muss. Der Spieler der Heimelf bleibt am Boden liegen und klagt über große Schmerzen und ein Taubheitsgefühl. Über eine Wirbel- oder Rückenverletzung wird spekuliert.

Die Ersthelfer aus Oberlauter sind schnell beim Verletzten und leisten im Rahmen ihrer Möglichkeiten Hilfe. „Er hatte Schmerzen bei jeder Bewegung“, sagt Udo Bühling. Rasch sind der alarmierte Notarzt sowie Rettungssanitäter vor Ort und kümmern sich um den TSV-Spieler. Kurz danach wird ein Rettungshubschrauber angefordert, der später eine Spezialklinik ansteuert. Noch am Abend beziehungsweise in der Nacht wird der Fußballer operiert. Es gehe ihm den Umständen entsprechend, sagt der 2. TSV-Vorsitzende. „Die Gesundheit der Spieler geht vor. Eine Fortsetzung der Partie wäre unverantwortlich gewesen und hätte auch niemand mitgemacht.“ Die Gäste aus Meilschnitz seien hilfsbereit gewesen und hätten sofort eingegriffen, um den Spieler zu versorgen. „Da wird der Fußball zur absoluten Nebensache. Wir vom SV Meilschnitz senden dem betroffenen Spieler natürlich beste Genesungswünsche“, erklärt Yannick Greiner, Vorsitzender des SVM, auf Nachfrage.

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