Akute Lebensgefahr 47-Jähriger von eigenem Auto überrollt

Schwerer Unfall am Dienstagmorgen. Wie kam der Mann unter das Auto? Foto: Michael Will/BRK

Bei einem tragischen Unglück ist am Dienstagmorgen bei Wüstenwelsberg ein 47-Jähriger lebensgefährlich verletzt worden. Er wurde von seinem eigenen Auto überrollt und darunter eingeklemmt. Der Mann schwebt aktuell noch in Lebensgefahr.

Zu dem Unfall kam es gegen 7:00 Uhr auf der Kreisstraße HAS 54 nahe dem südlichen Ortseingang von Wüstenwelsberg in der Gemeinde Untermerzbach. Das BRK berichtet, dass der 47-Jährige mit einem VW Golf mit Zulassung aus Roth in Mittelfranken an der abschüssigen Kreisstraße bergaufwärts rund 50 Meter unterhalb des Feuerwehrgerätehauses angehalten hatte und ausgestiegen sein muss.

Von Auto überrollt und mitgeschleift

Offenbar begab sich der Mann dann nach hinten in Richtung Fahrzeugheck. Was anschließend genau geschehen ist, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen. In der Folge geriet der Fahrer dann unter sein Fahrzeug und wurde von diesem überrollt und ein stückweit mitgeschleift. Der Golf blieb schließlich auf der rechten Fahrspur quer auf der Straße kurz vor dem Straßengraben stehen.

Feuerwehrmann holt Hilfe

Ein Feuerwehrmann aus Wüstenwelsberg, der von seinem Wohnhaus zufällig aus einem Fenster geschaut hatte, bemerkte das seltsam quer auf der Straße stehende Auto und lief zum Pkw. Beim Fahrzeug angekommen, bemerkte er zunächst nichts Ungewöhnliches, von einem Insassen fehlte jeder Spur. Erst als er sich hinkniete und unter das Auto blickte, erkannte er einen darunter eingeklemmten Mann. Mit bloßen Händen konnte der Feuerwehrmann nichts ausrichten, setzte sofort einen Notruf ab und verständigte zudem eine in einem Nachbarhaus wohnende Krankenschwester für Erste-Hilfe-Maßnahmen. Die eintreffenden Feuerwehren musste daher den Mann erst mit schwerem Gerät unter seinem Fahrzeug befreien, wie die Polizei am Donnerstag berichtet.

Umgehende Reanimation

Umgehend wurde dann mit der Reanimation des Mannes begonnen, die anschließend vom eintreffenden Rettungsdienst und Notarzt fortgesetzt wurde. Nach einer notfallmedizinischen Erstversorgung an Ort und Stelle wurde der 47-Jährige unter fortlaufender Reanimation in den Schockraum des Klinikums Coburg transportiert. Während der medizinischen Versorgung des Patienten wurde der Rettungsdienst von mehreren Feuerwehrkollegen, die zum Teil selbst beruflich im Rettungsdienst tätig sind, sowie einer Krankenschwester tatkräftig unterstützt.

Kreisstraße gesperrt

Während der Rettungsarbeiten und der Unfallermittlung blieb die Kreisstraße zwischen Wüstenwelsberg und Obermerzbach für mehrere Stunden gesperrt. Vor Ort war ein BRK-Rettungswagen aus Ebern, ein Notarzt aus Coburg sowie der BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst Jürgen Geisel. Des Weiteren wurden nach Angaben von Kreisbrandinspektor und Einsatzleiter Ralph Morgenroth die Feuerwehren aus Wüstenwelsberg, Untermerzbach, Memmelsdorf, Gereuth, Ebern und Kaltenbrunn mit rund 60 Einsatzkräften alarmiert. Wie die Polizei am Donnerstag berichtet, wurde der Wagen sichergestellt und ein Gutachter hinzugerufen, der sich noch vor Ort ein Bild der Lage machte und seine Arbeit aufnahm.

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