Die Oberfläche sollte glatt geschliffen sein. Die drei Frauen sitzen in Waldbuch an einem langen Tisch über ihre jeweiligen kleinen Kunstwerke gebeugt. Sie erstellen Würdetafeln aus Holz. Jedem Mensch wohnt Würde inne – das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Doch in Zeiten wie diesen, in denen die Demokratie auf dem Prüfstand steht, ist es den Dreien ein wichtiges Anliegen. Während sie die Oberfläche der kleinen, runden Holzscheiben abschleifen, erzählt Gunhild Wagner-Fleischmann, wie die Idee zu dieser Aktion zustande kam: „Wir wollen ein Zeichen setzen für Menschenwürde und Demokratie.“ Im Grundgesetz sei die Unantastbarkeit der Würde des Menschen fest verankert. Doch in Teilen der Gesellschaft würde die Gleichwürdigkeit eines jeden Menschen als Grundlage unseres Zusammenlebens zunehmend in Frage gestellt. Für Gunhild Wagner-Fleischmann, Mandy Uhlig und Linda-Maria Goller-Schade war es an der Zeit, sich damit auseinanderzusetzen. Auf ihre Art.
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Bianca Hennings 13.05.2025 - 13:30 Uhr