Die Bahnmitarbeiter sollen lernen, sich in Konfliktsituationen etwa durch Körpersprache besser behaupten zu können. Gleichzeitig sollen sie für potenzielle Gefahren im Arbeitsalltag sensibilisiert werden. "Flaschen im Blick haben, die sind immer eine Gefahr", erklärt Aschemann etwa.
Betroffenheit ist groß
Auch Teilnehmerin und Zugbegleiterin Karin Wagner steckt das Schicksal des Kollegen in Rheinland-Pfalz noch in den Knochen. "Ich kannte ihn nicht, aber..." Den Satz kann sie nicht zu Ende bringen, Tränen schießen ihr in die Augen. Sie habe viele Jahre Erfahrung als Kundenbetreuerin im Zug, erkenne schon, welche Fahrgäste besonders im Blick behalten werden sollten. "Beschimpfungen sind alltäglich, aber es belastet mich schon, wenn man so angegangen wird", sagt sie. Trotz aller Erfahrung: Die Nachricht vom Tod des Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz habe sie und die Kollegen sehr mitgenommen.
Zugbegleiter Jonas Weiß hofft derweil, dass bei Bahnreisenden auch in ärgerlichen und schwierigen Situationen im Umgang mit Bahnmitarbeitern eine Erkenntnis an erster Stelle tritt: "Die Kundschaft sollte daran denken, dass ein Mensch und keine Maschine vor ihnen steht."