Gibt es Feuerwerk, das ähnlich gefährlich ist?
Neben Kugelbomben gibt es andere Formen von in Deutschland illegaler Pyrotechnik, die erheblichen Schaden anrichten können. Sogenannte Polenböller etwa enthalten oft deutlich mehr Sprengstoff als legale Knaller und können Sprengwirkungen erzeugen, die denen von Großfeuerwerk ähneln. Der Gefahrenschätzer des VPI nennt im Vergleich zu legalem Silvester-Feuerwerk einen Faktor 20 an erhöhter Gefährdung. Während eine Kugelbombe in der Regel im Himmel explodieren soll, wirken solche illegalen Böller eher am Boden — mit unmittelbarer Gefahr für Augen, Hände oder das Gehör.
Die Verwendung von Feuerwerkskörpern ist in Deutschland streng reguliert. Das Sprengstoffgesetz definiert vier verschiedene Kategorien. Diese steigen nach dem vom Feuerwerkskörper ausgehenden Risiko an - vom immer erhältlichen Kleinstfeuerwerk (F1) bis zum Großfeuerwerk für Profis (F4). Darunter fällt eine legal verwendbare Kugelbombe. Zum Silvester-Feuerwerk der Kategorie F2 zählen etwa Feuerwerksbatterien, Raketen und Knallkörper auf Schwarzpulver-Basis. Sie dürfen ohne Genehmigung nur in wenigen Tagen vor Silvester ausschließlich von Volljährigen erworben und auch verwendet werden.