Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) warnte vor zu wenig Einsatzkräften an Silvester und forderte mehr Böllerverbote und Schutzzonen in Städten. Einsatzkräfte befürchten, dass Kollegen im Dienst erneut mit Böllern angegriffen werden könnten. Der GdP-Chef für den Bereich Bundespolizei, Andreas Roßkopf, warnte mögliche Krawallmacher: "Wir sind gut vorbereitet und werden durchgreifen", sagte Roßkopf der "Rheinischen Post".
Immer wieder verletzen sich Menschen beim Umgang mit Pyrotechnik schwer - teils sogar tödlich. Leichtsinn mit Feuerwerk kostete in der vergangenen Silvesternacht in Deutschland fünf Männer das Leben.
Was erlaubt ist
Das Abbrennen von Feuerwerk ist grundsätzlich nur an Silvester und Neujahr erlaubt. In vielen Städten gilt zusätzlich die zeitliche Einschränkung, dass an Silvester erst ab 18.00 Uhr bis zum Neujahrsmorgen um 7.00 Uhr geböllert werden darf. Laut Sprengstoffgesetz ist das Abbrennen von Feuerwerk in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden generell verboten.
Was Experten raten
Die Experten des Tüv empfehlen u.a., nur altersgerechte Produkte zu verwenden und Kinder nie unbeaufsichtigt böllern zu lassen, auf Handschuhe beim Zünden zu verzichten, lange Streichhölzer zu verwenden, Feuerwerk nie in der Hand zu zünden und niemals auf Menschen oder Tiere zu zielen.
Der Präsident der Generalzolldirektion, Armin Rolfink, warnt vor der Verwendung illegalen Feuerwerks: "Die Einfuhr nicht zugelassener Feuerwerkskörper aus dem Ausland ist verboten und führt zur Einleitung eines Strafverfahrens gegen die verantwortliche Person", sagte Rolfink dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 2024 stellte der Zoll nach eigenen Angaben mehr als sieben Tonnen nicht zugelassener Pyrotechnik sicher.
In der dänischen Region Nordjütland wurde ein 35-jähriger Mann wegen illegaler Pyrotechnik angeklagt. Wie die Polizei laut einer Meldung der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau mitteilte, waren zuvor mehr als 800 Kilogramm Feuerwerkskörper in einer Wohnung nahe der Stadt Aalborg gefunden und beschlagnahmt worden.