Hof/Coburg/Bayreuth - Wie verfahren: Im Schatten der ansteigenden dritten Welle der Corona-Pandemie ist jede einzelne Dosis Impfstoff ein Hoffnungsstrahl für die Aussichten aller – auch die von Astrazeneca. Aber gerade jetzt stockt die Impfkampagne, weil es begründete Sorgen um ein individuelles Risiko einzelner Geimpfter gibt. Was tun? Wenn man ehrlich ist, gibt es schon seit dem Beginn der Pandemie genau diese Abwägung: zwischen dem Wohl aller und der Beanspruchung einzelner. Es waren alle, die sich einschränken mussten und müssen, um einzelne, besonders gefährdete Gruppen der Gesellschaft, zu schützen. Wenn nun aber gerade die gesundheitlich gefährdeten Menschen – zu Recht – als erste geimpft werden, dann sollte es uns nicht allzu sehr verwundern, dass gerade sie auch das höchste Risiko von Nebenwirkungen haben. Im Laufe eines Lebens summieren sich die Risikofaktoren. Mit der Vollkasko-Mentalität des Gesundheitswesens ist das freilich schwer vereinbar. Umso mehr sollte man darüber nachdenken, die Schutzimpfungen einem größeren Kreis von Berechtigten zu öffnen. Wenn auch mehr junge und gesunde Mitbürger die Impfung erhalten, dann würde dies nicht nur die Statistik der Nebenwirkungen verbessern. Es würde den Eindruck stärken, dass wir alle solidarisch die Pandemie durchstehen.
Kommentar zur dritten Corona-Welle Solidarisch durch die Pandemie
Joachim Dankbar 17.03.2021 - 18:26 Uhr