Pfarrweisach hat durch die Anlage wirtschaftliche Vorteile: Die Betreiberfirma wird in Pfarrweisach angesiedelt. Die Gemeinde erhält somit die komplette Gewerbesteuer, das sind rund 191.000 Euro in 20 Jahren. Durch die Beteiligung der Standortkommunen nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz fließen zusätzlich circa 358.000 Euro in 20 Jahren in die Gemeindekasse. Der 20-Jahres-Ertrag für die bereits bestehende Anlage „Heckenbrunn“ in Höhe von rund 781.000 Euro kommt erst zum Tragen, wenn auch die neue Anlage in Lichtenstein gebaut wird. Erst dann würde die Gemeinde durch die bestehende und die geplante Anlage mehr als 1,1 Millionen Euro in 20 Jahren einnehmen. Der Gemeinderat hat in einem Aufstellungsbeschluss einen Solarpark bei Lichtenstein bereits begrüßt. Daraufhin hat die Firma Südwerk ein Kabel für mehr als 500.000 Euro verlegt, im Vertrauen darauf, dass dort auch ein Solarpark errichtet wird. „Das Geld ist jetzt zum Fenster rausgeworfen“, sagt Zeller-Bosse im Gespräch mit dem Autor. Daher könne es sich die Firma Südwerk nicht mehr leisten, die 781.000 Euro für die Anlage „Heckenbrunn“ der Gemeinde zu zahlen. Denn die freiwillige Leistung von 0,2 Cent pro Kilowattstunde an die Gemeinde muss Südwerk teilweise aus eigener Tasche zahlen. Denn teilweise wird der Strom aus Heckenbrunn direkt an Firmen und Stromlieferanten verkauft (PPA-Modell). Für dieses Modell bekommt der Betreiber kein Geld vom Staat.