Solidarität mit der Ukraine Kronach steht für den Frieden

Rainer Glissnik

Bei einer Kundgebung demonstrierten Teilnehmer ihre Solidarität mit der Ukraine. Landrat Löffler dankte dabei auch den Bürgern für die bis dato schon geleistete Hilfe.

„Die Bilder, die uns in den vergangenen Wochen aus der Ukraine erreichen, sind für mich schockierend“, erklärte Peter Witton (Grüne), bei der jüngsten Kronacher Friedensaktion am Mittwoch, die er wieder gemeinsam mit seiner SPD-Stadtratskollegin Sabine Groß organisiert hatte. Es mache ihn fassungslos, dass der Gewaltbereitschaft und Brutalität der russischen Armee keine Grenzen gesetzt würden.

„Kronach steht an der Seite der Ukraine, Kronach steht für den Frieden“, unterstrich dann auch Sabine Groß. Russland habe einen verbrecherischen Angriffskrieg begonnen. „Heute stehen wir hier, erfüllt vom Grauen über die Taten der russischen Armee.“ Die Bilder der niedergemetzelten Zivilisten von Butscha seien kaum zu ertragen, ebenso die Bilder vom in Schutt und Asche liegenden Mariupol, aus der Hölle des Stahlwerks, von zerbombten Geburtskliniken, Krankenhäusern und Schulen. Eine diplomatische Lösung scheine in weite Ferne gerückt. „Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts“, zitierte sie Willy Brandt.

Stolz auf die Menschen im Landkreis

„Seit dem 24. Februar scheint die Welt aus den Fugen zu geraten“, sagte Landrat Klaus Löffler. „Ich bin stolz auf die Menschen in unserem Heimatlandkreis.“ Stellvertretend für viele andere lobte er Tom Sauer von der Humanitären Hilfe für Menschen in Not. Es gebe viele Initiativen im Landkreis Kronach, die Hilfstransporte organisierten und auch ins Kriegsgebiet gefahren seien. Ausdrücklich bedankte er sich bei der Bevölkerung im Landkreis, die durch Spenden oder die Aufnahme von Flüchtlingen große Solidarität be­wiesen. Fünf Millionen Menschen seien in der Ukraine auf der Flucht, 180 000 davon in Bayern. „616 Ge­flüchtete sind im Landkreis Kronach aufgenommen worden, und zwar nicht in Turnhallen. Viele halfen mit, die Menschen privat unterzubringen“, so der Landrat. Sein Dank galte aber auch all jenen, die etwa beim Übersetzen helfen, darunter Olga Gräbner, die Frau des Marktrodacher Bürgermeisters Norbert Gräbner.

Neue Tour für die „Aktion Roman“

Neben weiteren Wortbeiträgen von Kronachs Bürgermeisterin Angela Hofmann, Dekan Markus Müller, Kronachs Stadtpfarrer Thomas Teuchgräber, Stadtrat Ralf Völkl (SPD), Stadtrat Markus Oesterlein (JU), Wolfgang Schmitt (DGB), Martina Zwosta (Frauenliste) und Dekanin Ulrike Schorn war auch Tom Sauer mit seiner Gitarre bei der Friedenskundgebung auf dem Kronacher Marienplatz. Der Vorsitzende des Vereins „Humanitäre Hilfe für Menschen in Not“ erinnerte an den Hilfstransport in die Ukraine, den er kürzlich für die „Aktion Roman“ mit Jürgen Jakob durchgeführt hatte. Er versicherte, dass die Hilfslieferungen ankommen. Am Pfingstsamstag wolle er noch einmal losfahren.

 

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