Sonnefeld Neue Chance für Kunstrasenplatz

Der TSV Sonnefeld will Fördergelder für sein Wunschprojekt erhalten. Dazu braucht man die Gemeinde.

Sonnefeld - 4,5 Millionen Euro sind zusätzlich im oberfränkischen Topf eines Förderprogramms für Sportstätten im Jahr 2020. Der TSV Sonnefeld möchte sich mithilfe der Gemeinde von diesem "Kuchen" ein Stück abschneiden. Deshalb befasste sich der Gemeinderat bei seiner Sitzung im Beisein zahlreicher TSV-Zuhörer mit der Vorgehensweise.

Der TSV will seinen Hartplatz auf Kunstrasen umstellen. Genannt wurden sechsstellige Kosten, die der Verein trotz staatlicher und kommunaler Zuschüsse und Eigenmitteln nicht schultern kann, sodass das Projekt Kunststoffrasen bisher nicht in Angriff genommen wurde. Das neu aufgelegte Förderprogramm bietet nun eine bis zu 90-prozentige Förderung der förderfähigen Kosten an. "Da wollen wir den Fuß in die Tür stellen", meinte Bürgermeister Michael Keilich, der diesbezüglich bereits mit der Regierung von Oberfranken Gespräche führte und die Chance auf eine Förderung als "ganz gut" einschätzt.

Eine Interessenbekundung, die bis zum 2. Oktober 2020 durch die Gemeinde bei der Regierung zu stellen ist, wurde beschlossen. Dieser Grundsatzbeschluss soll sicherstellen, dass die Gemeinde die Projektmaßnahme Sportstätte tatsächlich durchführen möchte. Zugesichert wurde vom Gremium, dass die Gemeinde mit dem TSV Sonnefeld nach einem entsprechenden Bewilligungsbescheid das Projekt innerhalb des Zuwendungszeitraumes durchführen werde. Eine Aufforderung zur Einreichung formeller Bewilligungsanträge sowie den Planungs- und Konzeptunterlagen ergeht durch die Regierung an die Gemeinde nach (hoffentlich positiver) Prüfung der Interessenbekundungen.

Beschlussmäßig wurde die aus dem Jahre 1988 stammende Erschließungsbeitragssatzung durch eine neue ersetzt, wie dies vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband auch gewollt war. Geschäftsleiter Stefan Markus erläuterte:"Beitragsfähig ist der Erschließungsaufwand vorwiegend in Neubaugebieten. Er umfasst im Wesentlichen Straßen, Wege, Plätze, Grünanlagen, Immissionsschutzanlagen, Erwerb von Grundflächen, Herstellung von Rad- und Gehwegen sowie Beleuchtungseinrichtungen". Die Abgabensatzung müsse gewisse Mindestinhalte aufweisen, wie Schuldner, Abgabentatbestand, Maßstab, Satz der Abgabe und Entstehung sowie Fälligkeit der Abgabeschuld.

Kämmerer Heiko Lech verwies auf den vorläufigen Jahresabschluss 2019 der Gemeindewerke. Die Bilanzsumme beträgt runde 14 Millionen Euro. Ein Jahresverlust von 71 000 Euro wurde erzielt . Die liquiden Mittel betragen 393 000 Euro, der Schuldenstand 1,576 Millionen Euro.

 

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