Das Brillen-Projekt existiert noch immer. Doch hinzu kam die Unterstützung eines Kinderheims (die NP berichtete). Dort waren die Wohnverhältnisse verheerend. Renate Götz half immer wieder bei der Renovierung. Das klappte gut. Dann kam Anfang 2020 Corona. Die Steinwiesenerin war das letzte Mal im März 2020 vor Ort, um nach dem Rechten zu sehen. Doch ihr Kontaktmann auf der Insel, Tharanga, kümmert sich weiterhin um die Versorgung des Heims, in dem zwischenzeitlich 32 Jungen zwischen drei und 21 Jahren leben – plus die vier erwachsenen Betreuer. „Tharanga fährt alle paar Tage vorbei – mit 150 Kilogramm Reis, Gemüse und Linsen im Gepäck. Das Heim braucht 15 Kilogramm Reis pro Tag. Das ist dort das Grundnahrungsmittel, das es zum Frühstück, zum Mittag- und Abendessen gibt. Wenn unser Geld noch dafür reicht, dann bringt er auch etwas Hühnchen oder Fisch mit“, erklärt Renate Götz, die sich gar nicht ausmalen möchte, was die Kinder ohne ihre Hilfe machen würden.