Sie scheint zu laufen, ziemlich zügig, an Gurten hängend zwar, und die Hände suchen Halt an einer Stange. Unter den Füßen sind zwei Metallplatten, die ein bisschen wie kurze Skier wirken. Diese bewegen sich, die eine vor die andere und immer so weiter. Anzustrengen braucht sich Juliane Gerl dabei nicht. Kann sie im Moment auch gar nicht. Denn sie ist eine der mehr als 1800 Schlaganfallpatienten, die jährlich zur Reha in den Medical Park Bad Rodach kommen. Und sie will lernen, wieder selbstständig zu gehen. „Mit unserem Gerät hier lassen sich Wiederholungen einprägen, indem der Patient viele Schritte macht, während die geschädigte oder gelähmte Körperseite entlastet wird“, erklärt Dr. Dirk Zauper, Chefarzt der Neurologie. „Das ist der neue Trend, dort kommen wir hin.“