AfD-Comeback im Drei-plus-Eins-Format
Zwei Jahre lang war die AfD von der Münchner Sicherheitskonferenz ausgeschlossen, unter anderem weil Abgeordnete der rechten Partei eine Rede des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj demonstrativ boykottiert hatten. Konferenzleiter Ischinger hat sich nun dafür entschieden, die Tür der MSC für drei Fachpolitiker der AfD zu öffnen. Als größte Oppositionspartei könne man sie nicht mehr ausschließen, sagt er.
AfD-Chefin Weidel bleibt allerdings außen vor und wird anders als im vergangenen Jahr auch nicht am Rande der Konferenz auf ein Treffen mit Rubio lauern. Diese Rolle übernimmt nun der außenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Markus Frohnmaier, der ohne Einladung nach München reist. "Teilnehmer der Konferenz haben Interesse daran, sich mit mir auszutauschen", sagt er.
Selenskyj nicht mehr in der Hauptrolle
In den vergangenen vier Kriegsjahren hatte die Ukraine immer die Hauptrolle in München. Diesmal wird der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht mehr so sehr im Mittelpunkt stehen - auch wenn der russische Angriffskrieg ein wichtiges Thema bleibt.
Für die Verhandlungen mit Russland über ein Ende des Krieges sind bei der Sicherheitskonferenz aber eher keine neuen Impulse zu erwarten, weil die russische Regierung wieder nicht dabei ist. Nach Angaben Ischingers hat niemand von russischer Seite ein Interesse an einer Teilnahme signalisiert. "Natürlich könnte München ein Ort für einen solchen Gesprächskanal sein", sagt er. "Aber dafür bräuchte es auf russischer Seite die Bereitschaft zum ernsthaften Dialog und zum Frieden."