Sportevent Special Olympics-Bewerbung für Coburg

ger

Im Jahr 2023 sollen die Special Olympics in Berlin stattfinden. Aber auch die Region Coburg will sich an dem Event beteiligen.

2023 sollen die Special Olympics in Berlin stattfinden. Stadt und Landkreis Coburg bewerben sich darum, Teilnehmer in der Region unterzubringen und ihnen Trainingsmöglichkeiten zu bieten. Foto: picture alliance / Frank Molter/dpa/Frank Molter

Coburg - Seit 1896 finden alle vier Jahre die Olympischen Spiele als eine Art Gradmesser für die Grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit. In Anlehnung an diese Spitzensportveranstaltung, bei der Athleten aus der ganzen Welt zusammenkommen, wurden 1968 die Special Olympics als Veranstaltung ins Leben gerufen. Sie sollen Sportler mit geistiger Behinderung vernetzen und ihnen die Aufmerksamkeit verschaffen, die sie verdient haben. Das nächste Mal soll dieser besondere Wettbewerb im Jahr 2023 in Berlin stattfinden. Zusätzlich zu dem Austragungsort werden jedoch deutschlandweit insgesamt 170 Host-Towns gesucht, die sich bereit erklären, Athleten und ihre Betreuer aufzunehmen. Am Mittwoch stimmte der Sportbeirat des Landkreises einstimmig dafür, dass sich Stadt und Landkreis Coburg gemeinsam dafür bewerben sollten, eine solche Delegation zu beherbergen. Fristende für die Bewerbung ist heuer im Oktober. Daher sei es bereits jetzt wichtig, das Vorhaben ordentlich zu planen.

Nach der Werbung weiterlesen

Rund 20 000 Euro soll die Unterbringung eines Teams mit maximal 20 Personen laut Schätzungen des Gremiums kosten. Gerechnet wird hierbei, wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, mit rund 100 Euro für die Unterbringung pro Tag und Person sowie weiteren Kosten für den Transport, die medizinische Betreuung und ein geeignetes Rahmenprogramm für die Gäste. Weitere Abweichungen von dem Preis seien bedingt durch die Schwere der Einschränkungen, welche die Athleten beträfen, mitunter möglich.

In Absprache mit der Vestestadt sollen diese Kosten gleichmäßig zwischen dem Landkreis und der Stadt aufgeteilt werden. „Die Stadt hat bereits signalisiert, dass man mit solchen Veranstaltungen auf Landesebene bereits Erfahrungen gemacht hat“, berichtete Bernd Höfer von der CSU-Landvolk-Fraktion. Außerdem wolle man örtliche Vereine, die in der Arbeit mit behinderten Athleten Erfahrung hätten, mit einbinden, um den Sportlern etwa adäquate Trainingsmöglichkeiten anzubieten. Die Veranstaltung sei eine gute Gelegenheit, sich für Inklusion und die Umsetzung passender Projekte in der Region einzusetzen.

„In meinen Augen wäre es für Stadt und Landkreis gut möglich, eine Gruppe dieser Größe mit ihren Ressourcen zu beherbergen“, erklärte Jürgen Rückert, weiteres berufenes Mitglied des Sportbeirats. Hierfür müsse man jedoch aktiv auf Vereine zugehen, die bei dem Vorhaben unterstützen könnten. „Es steht aber auch fest, dass wir mit unserer Bewerbung nicht automatisch den Zuschlag für eine Delegation bekommen“, betonte er. Dies müsse auch bei der Planung von Projekten im Rahmen der Bewerbung bedacht werden.