Sollten sich wie München auch Hamburg und die Region Rhein-Ruhr bei ihren Bürgerentscheiden für Olympia aussprechen, droht ein Hauen und Stechen um die Großveranstaltung. Weikert sieht dem Vierkampf gelassen entgegen. "Wir alle hier stehen hinter Olympia in Deutschland - ausnahmslos, einig und stark."
Nicht überall läuft's so harmonisch wie bei der Olympia-Bewerbung
Während bei der Olympia-Bewerbung Sport und Politik an einem Strang ziehen, sind andere Themen wie das geplante Spitzensportfördergesetz umstritten.
Schenderlein ließ in Frankfurt durchblicken, dass Fördermittel für Sportarten mit geringen Medaillenaussichten künftig gekürzt werden. "Die Währung im Leistungssport" seien Medaillen, betonte sie und verteidigte damit den Referentenentwurf zum Gesetz.
Weikert über mögliche Kürzungen: "Mit uns nicht besprochen"
Dass man sich nur auf erfolgversprechende Sportarten konzentriere, sei "mit uns nicht besprochen", äußerte Weikert. "Zum zweiten haben wir die Politik bisher vertreten - und wir haben die auch nicht geändert, dass wir auf alle Sportarten schauen."
Abgesehen davon bemängelt der DOSB, dass der Sport im geplanten Gesetz bei der Vergabe von Geldern zu wenig Einfluss habe. "Tun Sie es mit dem Sport und nicht ohne ihn. Und bitte nie gegen ihn. Wir sind die größte Bürgerbewegung des Landes: 29 Millionen Mitgliedschaften in 86.000 Vereinen", sagte Weikert.
Kommt nach Super-Bewerber die Super-Sportnation?
Einig sind sich Sport und Politik, dass das Gesetz dazu beitragen soll, dass Deutschland bis 2035 zu den Top-Fünf-Sportnationen weltweit zählt. Dieses Ziel hat die Mitgliederversammlung beschlossen.
Vor allem mit Blick auf die Sommersportarten ist das aber ambitioniert. Bei den vergangenen Spielen in Paris vor knapp eineinhalb Jahren hatte Deutschland zumindest im Medaillenspiegel nur einen enttäuschenden zehnten Rang belegt. Das soll sich ändern - unabhängig davon, ob der Traum von Olympia in Deutschland platzt oder sich erfüllt.