St. Johannes Kronach In die Wehmut mischt sich auch Freude

Heike Schülein

36 Jahre lang stand sie im Dienst der Kirche. Nun wurde die Kronacher Pastoralreferentin Birgitta Staufer-Neubauer verabschiedet. Dabei hieß man aber auch zwei neue Mitarbeiter willkommen.

Die scheidende Pastoralreferentin Birgitta Staufer-Neubauer wurde von Pfarrer Thomas Teuchgräber (rechts) Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Stefan Lindinger mit einem Heinrich Schreiber-Kunstwerk bedacht. Foto:  

Kronach - Der „Büchertreff“, die „Mehrfilm“-Reihe im Kino, die Senioren- sowie Erwachsenenbildungsarbeit: Diese und viele weitere Aufgabengebiete wie seelsorgerische Gespräche, Projekte, Begleitung der Caritas-Arbeit, Betreuung der Kommunionhelfer und Lektoren sowie als Ansprechpartnerin für das Wohnviertel-Apostolat bzw. die Wohnviertelgruppen tragen die Handschrift von Birgitta Staufer-Neubauer. Nach 36 Jahren kirchlichen Dienst, davon zwölf Jahre in Kronach, beendete nun die beliebte Pastoralreferentin zum 31. August ihre hauptberufliche pastorale Arbeit in Kronach. Welche Wertschätzung ihr entgegengebracht wird, belegte ihre Verabschiedung im Rahmen des Sonntagabend-Gottesdiensts, zu dem sich viele Weggefährten und Mitarbeiter aus dem Seelsorgebereich sowie darüber hinaus in der Pfarrkirche St. Johannes eingefunden hatten.

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„Deine große Gabe ist die Kommunikationsfähigkeit“, würdigte Pfarrer Thomas Teuchgräber, der 2009 mit ihr in Kronach eingeführt worden war und seitdem mit ihr im Seelsorgebereich zusammenarbeitete. Birgitta Staufer-Neubauer sei aber schon vorher immer wieder in Kronach tätig gewesen, sodass sie hier insgesamt auf rund 15 Jahre kirchlichen Dienst zurückblicken könne. Bereits bei ihrer Einführung habe sie über einen immensen Erfahrungsschatz verfügt. Nunmehr habe sie sich entschlossen, ihr aktives Berufsleben zu beenden, wofür er ihr alles erdenklich Gute wünschte.

Bücherwurm

Als Leiterin des Kronacher „Büchertreffs“ habe sie – selbst ein großer Bücherwurm – vielen Menschen jeden Alters Zugang zum Lesen vermittelt; insbesondere auch durch viele kreative Ideen, Angebote und Veranstaltungen. Eine große Entlastung für ihn habe ihre Arbeit in der Erwachsenenbildung dargestellt, wobei hier vor allem die erfolgreiche Filmauslesereihe „Mehrfilm“ in der Filmburg zu nennen sei.

„Manche Dinge und die zukünftige Aufgabenverteilung werden sich neu einspielen müssen“, verdeutlichte er, dass man in Zukunft mit weniger Personalstunden zurechtkommen müsse. Glücklicherweise bleibe Birgitta Staufer-Neubauer für ihn i. R. - also „in Reichweite“.

Langsam wie auf der „Schwäbschen Eisebahne“ kam sich PGR-Vorsitzender Stefan Lindinger vor. Nachdem man erst im Juli mit Pastoralreferentin Dr. Sarah Maria Röck-Damschen und Kaplan Florian Will zwei Waggons des Regionalexpress St. Johannes abkoppeln musste, werde nun ein weiterer auf ein ruhigeres Gleis abgestellt. Das Engagement, die Offenheit, das Einfühlungsvermögen sowie der Humor der Pastoralreferentin würden sehr fehlen. Dankenswerterweise werde sie einige ihrer „Bordprogramme“ weiter im Ehrenamt betreuen – so insbesondere die Leitung des „Büchertreffs“. Für ihr neues Fahrziel wünschte er ihr viele wunderbare neue Aussichten und Ausrichtungen – vielleicht auch kultureller Art, wofür er ihr unter großem Applaus aller Anwesenden ein Heinrich Schreiber-Kunstwerk überreichte.

Herzlich willkommen hießen er und der Stadtpfarrer die beiden neuen pastoralen Mitarbeiter: Gemeindereferentin Elfi Lurz und Kaplan Dominik Stehl, der auch den Gottesdienst mit zelebrierte. Musikalisch gestaltet wurde die Messe vom Organisten Rainer Endres sowie Kilian Piontek und Günther Peppel von der Berufsfachschule für Musik auf dem Marimba- bzw. Vibraphon. Anschließend waren alle zu einem Umtrunk im Pfarrzentrum eingeladen.