St.-Moriz-Orgel auf CD Gravitätische Klänge

Durch 150 Jahre Musikgeschichte führt die neue CD von Peter Stenglein mit Werken von Bach, Töpfer, Rheinberger und Reger. Foto: /               Foto: Lutz Naumann, Cover-Design Ulrike Fischer

Peter Stenglein hat seine siebte CD mit Orgelmusik veröffentlicht. Erstmals erklingen die neuen Bassregister der Schuke-Orgel der St. Morizkirche.

Coburg - Auf Live-Genüsse außerhalb von Gottesdiensten müssen Freunde der Kirchenmusik derzeit weitgehend verzichten. So wurden an der Coburger St. Morizkirche alle Konzerte in der Vorweihnachtszeit abgesagt, auch in der Silvesternacht wird die Schuke-Orgel nicht erklingen.

Als „Trostpflaster“ hat Stadtkantor Peter Stenglein vor Kurzem eine neue CD mit Werken von Bach, Töpfer, Rheinberger und Reger veröffentlicht. Der Bogen spannt sich vom kammermusikalischen Triosonatensatz über Präludium und Fuge e-Moll (BWV 548) bis zur Choralphantasie „Halleluja! Gott zu loben...“ von Max Reger, die dem Album den Titel gibt. Die Aufnahme erzählt damit rund 150 Jahre Musikgeschichte von der Mitte des 18. bis an die Schwelle des 20. Jahrhunderts.

„Playback“ fürs Fest

Erstmals sind dabei die beiden neuen Bassregister zu hören, die 2019 eingebaut wurden und die das Klangfundament der 1989 erbauten Orgel kraftvoll verstärken: „Mit den Registern Untersatz 32’ und Posaune 32’ hat das Instrument an Gravität gewonnen“, erläutert Stenglein, der mit Bachs „zweisätziger Orgelsymphonie“ den mächtigen Sound eindrucksvoll demonstriert. „Halleluja“ ist die siebte CD des Kirchenmusikdirektors, der neben mehreren Bach-Alben auch eine CD mit Orgelmusik für Advent und Weihnachten veröffentlicht hat.

Online bietet er überdies ein „Orgel-Playback“ für Heiligabend: Einige der bekanntesten Weihnachtslieder laden zum Mitsingen ein. So kann man sich zu Hause von der (laut Mozart) „Königin der Instrumente“ begleiten lassen, die 2021 von den Landesmusikräten zum „Instrument des Jahres“ gekürt wurde als „komplexes musikalisches Wunderwerk aus Pfeifen und Tasten, das so leise wie ein Windhauch, aber auch lauter als ein ganzes Orchester klingen kann.“

Teile aus Bachs Weihnachtsoratorium werden im Weihnachtsgottesdienst in der Morizkirche am 26. Dezember um 10 Uhr erklingen. du

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