Die Milliardeninvestitionen des Staates, ermöglicht durch die Lockerung der Schuldenbremse, dürften der lahmen Konjunktur hierzulande Schwung geben. Das ist die gute Nachricht. Allerdings gibt es parallel eine Entwicklung, die Politik, Wirtschaft und Gesellschaft kritisch im Blick haben sollten. Die Löcher im Staatshaushalt waren im Vorjahr deutlich größer als erwartet, wie das Statistische Bundesamt feststellt. Und die Bundesbank rechnet mit weiter steigenden Defizitquoten – schlimmstenfalls sogar in Richtung fünf Prozent, womit die EU-weit geltende Obergrenze von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts klar überschritten würde.