Die Staatsregierung hat das von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigte Gender-Verbot für staatliche Behörden und allgemeinbildende Schulen in Kraft gesetzt. Damit sind mehrgeschlechtliche Schreibweisen mit Sonderzeichen in der Wortmitte wie Gender-Sternchen, Doppelpunkt oder das „Gender-Gap“ im Schriftverkehr von Ämtern und Behörden des Freistaats ausdrücklich unzulässig. Formulierungen wie „Bürgerinnen und Bürger“ bleiben aber erlaubt. Es handle sich um eine „klarstellende Ergänzung“ der bisher schon geltenden Regeln, hieß es. Für Dienststellen von Landkreisen, Städten und Gemeinden gilt das Gender-Verbot nicht. Die staatliche Vorgabe habe aber eine „starke Signal- und Empfehlungswirkung“ auch für kommunale Behörden, erklärte Staatskanzleiminister Florian Herrmann (CSU) nach der Beschlussfassung des Ministerrats. „Für uns ist die klare Botschaft: Sprache muss klar und verständlich sein.“
Für Behörden und Schulen Bayern setzt Gender-Verbot in Kraft
Jürgen Umlauft 19.03.2024 - 17:07 Uhr