Stabübergabe Neuer Leiter für den Wallenfelser Forst

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Felix Kruhme (links) übernimmt das Forstrevier Wallenfels von seinem Vorgänger Alexander Schmitt, der dort seit zwei Jahren unter anderem den Waldumbau vorantrieb. Foto: Bayerische Staatsforsten

Felix Kruhme übernimmt das Forstrevier Wallenfels von Alexander Schmitt. Der Neue darf sich auf ein Einsatzgebiet freuen, in dem bereits jetzt schon viele Baumarten gedeihen.

Das Forstrevier Wallenfels der Bayerischen Staatsforsten bekommt einen neuen Leiter. Felix Kruhme (28) löst Alexander Schmitt ab, der das Revier in den vergangenen beiden Jahren leitete und jetzt an den Forstbetrieb Bad Brückenau in die Rhön wechselt.

Die offizielle Verabschiedung mit Kollegen, Waldarbeitern, Jägern und Forstunternehmern war bereits im Juli. Seine Jahre in Wallenfels waren für Alexander Schmitt durch viele Corona-Einschränkungen gekennzeichnet. Ausfallende Veranstaltungen und ein gebremstes Vereins- und Sportleben machten die Eingewöhnung schwieriger. Trotzdem ist es ihm gelungen, ein verlässliches Netzwerk mit Kommunen, Jägern, Erholungsuchenden, Brennholzkunden, Sägewerken, Forstunternehmern und Jägern aufzubauen, das in dieser auch für den Wald schwierigen Zeit geholfen hat. „Der Schutz des Waldes vor dem Borkenkäfer und der weitere Waldumbau waren meine Hauptaufgaben. Zusammen mit den Waldarbeitern und den Partnern konnten wir beim Waldschutz, der Waldverjüngung, der Wegepflege und der Werbung für den wunderbaren und nachwachsenden Rohstoff Holz vieles erreichen. Ich übergebe das Revier mit einem guten Gefühl und freue mich auf meine neue berufliche Herausforderung in Unterfranken“, so Schmitt.

Symbolische Übergabe

Als Ort für die symbolische Übergabe des Forstreviers wählte Forstbetriebsleiter Fritz Maier, Chef des Forstbetriebs Nordhalben der Bayerischen Staatsforsten, den Staatswald zwischen Rieblich und Schlegelshaid. Dieser Bereich zeichnet sich durch laubholzreiche, wuchskräftige Wälder aus vielen verschiedenen Baumarten mit reichlich Naturverjüngung von Buche, Tanne, Fichte, Douglasie, Lärche und zahlreichen weiteren Baumarten aus.

Fritz Maier stellte bei der Übergabe fest, dass das 1780 Hektar große Staatswaldrevier mit Waldflächen in drei Landkreisen durch die Arbeit der bisherigen Förster, Waldarbeiter und Forstunternehmer gut auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet ist. „Bereits in den 1980er-Jahren haben unsere Vorgänger baumartenreiche Mischwälder angelegt und spätestens nach den großen Stürmen Wiebke und Vivian 1990 den Waldumbau massiv vorangetrieben. Das kommt uns heute zugute, weil wir mit zunehmender Trockenheit und Hitze massive Borkenkäferschäden an der Fichte erleiden, aber überall bereits junge, gemischte Wälder heranwachsen“, so Fritz Maier. Zahlreiche, aus ehemaligen Fischteichen entstandene Feuchtbiotope, brütende Schwarzstörche, Wildkatzen und weitere seltene Tier- und Pflanzenarten wie der Tannenstachelbart – eine Pilz-Urwaldreliktart an alten Tannen – sind das Ergebnis einer naturnahen, auf Biodiversität achtenden Waldbewirtschaftung und machen das Forstrevier Wallenfels so vielfältig. Wanderer und Fahrradfahrer erholen sich in den Wäldern zwischen Langenautal und Presseck. Und die Gäste der Erlebnisflößerei in Wallenfels gleiten auf der Wilden Rodach daran vorbei.

Vielfalt in Flora und Fauna

Diese Vielfalt macht für Felix Kruhme den Reiz seines neuen Forstreviers aus. Der junge Förster stammt aus Bad Berneck im Fichtelgebirge. Nach seinem Studium in Göttingen und der Ausbildung bei der Bayerischen Forstverwaltung und den Bayerischen Staatsforsten hat er sich für eine berufliche Zukunft in Oberfranken entschieden. „Die Wälder im Forstrevier Wallenfels haben ein riesiges Potenzial für naturnahe Waldbewirtschaftung, Naturschutz und Erholung. Diese in die Tat umzusetzen, darauf freue ich mich“, so Felix Kruhme.

Einen weiteren Trekkingplatz für den Frankenwald, der im Revier Wallenfels bei Presseck kurz vor der Eröffnung steht, hat Felix Kruhme schon im Vorfeld geplant und bauen lassen.

„Wichtig sind mir aber auch alle Menschen, mit denen ich zu tun haben werde. Ich bin gespannt auf viele interessante Kontakte und gemeinsame Aktionen für unseren Frankenwald und seine Bewohner“, stellte Felix Kruhme abschließend fest.

 

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